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Sonntag, 10. Juli 2011, 23:41

Ist Oberhausen Provinz?

Oberhausen. Was müssen wir da über Oberhausen in internationalen Gazetten wie der angesehenen Düsseldorfer Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ lesen: „Es ist die neue Steinbrück-Show, die zurzeit überall läuft. Ob in der Provinz in Oberhausen oder auf der Berliner Hauptstadtbühne“, schreibt Berlin-Korrespondentin Heike Anger in einem Porträt über den Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) als „Reserve-Kanzler“.



derwesten.de

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2

Montag, 11. Juli 2011, 00:52

Was empfinden Sie hier als „provinziell“?


Weia...wo soll man da anfangen? Entwicklung der Marktstraße, Vermarktung des Stahlwerkgeländes, fehlendes Verkehrskonzept auf den Hauptverkehrsadern, der ÖPNV bewegt sich leider auch stetig weiter in diese Richtung, 20 Jahre kaputte Bahnhofsuhr und nicht zuletzt der Umgang mit dem größten lokalen Fußballverein fallen mir so spontan ein. Am provinziellsten ist aber wohl "der Oberhausener" an sich und steht "dem Ruhrgebietler" da auch in nichts nach. Kirchturmdenken und Schildbürgerturm wo man hinschaut...da kann man die "Metropolregion" heraufbeschwören solange man will.

Zitat

Was ist hier großstädtisch?


Großstadtniveau hat, wenn man ehrlich ist, einzig das Freizeitangebot der Neuen Mitte...das hat in seiner Gesamtheit durchaus etwas von Metropole, aber "der Oberhausener" ist in seiner Grundstimmung tatsächlich viel zu negativ und depressiv als das er es auch nur annäherend mit dem Lebensgefühl füllen könnte das man bräuchte um das Potential auszuschöpfen.

Mit etwas Wohlwollen kann man vielleicht noch die Entwicklung der Stadtteilzentren dazunehmen. Man kann heute in allen Stadtteilen gut leben ohne das man für den täglichen Bedarf zwingend in die Innenstadt muss, leider fehlt halt ein schlüssiges Konzept die dadurch freien Kapazitäten in Alt-Oberhausen entsprechend zu nutzen.

Zitat

Ist Oberhausen „Provinz“?


Absolut Ja.

Fopper

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3

Montag, 11. Juli 2011, 09:03

Sehe ich, auch wenn ich Dir in einigen Punkten (Vermarktung, Marktstraßenkonzept) durchaus zustimme, anders. Der Umgang mit RWO ist noch einmal etwas ganz anderes, auch wenn ich das ebenfalls nicht mit provinziell betiteln würde. Provinziell wäre da eher die verstockte Vereinsmeierei, die wir hier gewiss nicht erleben.

Unter "Provinz" stelle ich mir doch etwas ganz anderes vor. Grundsätzlich eine eher ländliche, abgeschiedene Gegend, die weitab des "modernen" Lebens liegt. Bei letzterem hilft uns zugegebenermaßen vor allem die Neue Mitte. Eine Gegend in der die Uhren eben noch etwas langsamer ticken, wäre Provinz. Und trotz defekter Bahnhofsuhr ist das hier nicht der Fall.

In OB ist weiß Gott nicht alles perfekt. Trotzdem würde ich niemals in eine 500.000 Stadt oder eine 50.000 Einwohner Gemeinde ziehen. Hier ists genau richtig. Hier bin ich zuhause, hier habe ich meine Wurzeln.


4

Montag, 11. Juli 2011, 13:11

Muss man auch in betracht ziehen wer das schreibt. Ein Berliner! Für einen Berliner ist alles andere außerhalb Berlins schon Provinz, die nehmen das Ruhrgebiet nicht so wirklich wahr. Was natürlich ein Fehler ist, denn das Angebot ist schon ziemlich groß.

Wenn man schon Vergleiche zieht, dann auch was vergleichbares nehmen. Da gehört OB schon zu den attraktiveren Städten ...zB. Duisburg, Mülheim oder Bottrop sind in Sachen langeweile kaum zu übertreffen.

Nimmt man das Ruhrgebiet als eins, hat der Berliner allerdings nix mehr zu melden!

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lefty1

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5

Montag, 11. Juli 2011, 13:51

von New York aus gesehen ist Berlin tiefstes Mittelalter
Mut steht am Anfang des Handelns. Glück am Ende!


Reviersport Sonntag, 27. April 2014, 09:44: "Wir schreiben das, weil wir sicher sind, unsere Infos stimmen und an der Nummer ist zu 99,9 Prozent was dran."

Emscherstern

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6

Montag, 11. Juli 2011, 14:02

von der ÖPNV sind wir echt bald schlechter dran als manches Dorf
Alles wird gut und der rest kuschelt sich weg

7

Montag, 11. Juli 2011, 17:33

Ach ja Berlin. Brauch ich nicht und werde ich auch nie brauchen. Und auch von Düsseldorf brauchen wir ausserhalb des Flughafens garnicht erst reden.

Oberhausen muss man geteilt sehen:

Neue Mitte - sucht in EUROPA seinesgleichen!
OB-City - Naja, kein Kommentar... :D
OB-Sterkrade - Auch ohne Kirmes immer ganz nett!
OB-Alstaden/Lirich - Durchs Bero gerettet
Hbf - Komm ich überall hin. Sogar schneller nach Holland als nach Berlin! :-D

Die ganzen etlichen restlichen Stadtteile, ich zähl sie mal aus Platz- und Zeitgründen lieber nicht auf, sind zugegeben nicht gerade Touristenhochburgen. Gut gibt noch das Schloss OB, Burg Vondern, RIM, Kurzfilmtage, usw.

Ansonsten hat man eben einfach viele, viele Stellen, wo man als Bürger einfach nur seine Ruhe hat, und in Ruhe am Supermarkt um die Ecke einkaufen kann.

Ich fühle mich jedenfalls ganz deutlich als relativ moderner und mobiler Großstadt-Bürger!

Gut, ich wohn auch nicht in Königshardt... :O

Schickt die Olle mal nach Wesel, Dinslaken, Hünxe und Co. Oder Duisburg!
Heute ist nicht alle Tage - wir kommen wieder, keine Frage!


8

Montag, 11. Juli 2011, 17:48

Fragt sich nur ob das alles schon reicht. Irgentwas muss es ja in einer Stadt geben. Schaut euch aber mal Städte wie Berlin, München, Hamburg oder Hannover an.

9

Montag, 11. Juli 2011, 17:58

Fragt sich nur ob das alles schon reicht. Irgentwas muss es ja in einer Stadt geben. Schaut euch aber mal Städte wie Berlin, München, Hamburg oder Hannover an.

Wäre OB noch fünf mal so groß, müsste sicherlich mehr her. Stimmt....
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rainy day

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10

Montag, 11. Juli 2011, 18:41

Die ganzen etlichen restlichen Stadtteile, ich zähl sie mal aus Platz- und Zeitgründen lieber nicht auf, sind zugegeben nicht gerade Touristenhochburgen. Gut gibt noch das Schloss OB, Burg Vondern, RIM, Kurzfilmtage, usw.
Vergiß nicht den Gasometer, mit 200.000 Beschern ca. jährlich schon ein Magnet. Dazu das renommierte Stadttheater. Sealive und Modelleisenbahnwelt und Aquapark, das Ganze hat schon Anziehungskraft.
Macht aber natürlich noch keine Metropole aus.Das sind wir definitiv nicht.

Hebt aber die Stadt hervor aus dem Städtekonglomerat Ruhrgebiet. In dem Zusammenhang wurde Oberhausen
immer als Mittelzentrum im Ruhrgebiet bezeichnet. Mittlerweile könnte es auch als Oberzentrum neben Dortmund, Essen, Bochum und Duisburg bezeichnet werden.

Was hier fehlt ist auf jeden Fall der Status einer Universitätsstadt. Da sind wir die einzige Stadt in Deutschland mit mehr als 200.000 Einwohner, die keine Universität beherbergt.

Aber als Verkehrsknotenpunkt Oberhausen ist die Stadt von der geographischen Lage her schon mal gar nicht provinziell gelegen, wenn man davon ausgeht, daß "provinziell" auch die Kennzeichnung von abseitiger Lage und/oder schwieriger Erreichbarkeit ist.

Provinz ist woanders. Als die Merkel im Sauerland in einem CDU Ortsverein ihre berühmten Thesen von der Faulheit der Griechen verkündete, konnte man unwidersprochen von Meldung aus der Provinz reden und das vielleicht sogar im Doppelsinn.

11

Montag, 11. Juli 2011, 19:06

Was hier fehlt ist auf jeden Fall der Status einer Universitätsstadt. Da sind wir die einzige Stadt in Deutschland mit mehr als 200.000 Einwohner, die keine Universität beherbergt.
Als Standort wär das O Visionsgelände perfekt. Das Fraunhofer Institut und was sich noch am Centro angesiedelt hat war ein Schritt in die Richtung. Man baut stattdessen ein Casino, Lidl, bald eine Eishalle. Mal nebenbei, man könnte Duisburg komplett in die Tonne hauen, hätte die ihre Uni nicht.

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vonderner

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12

Montag, 11. Juli 2011, 19:36

Ich bin zwar inzwischen ausgewandert ab er ich habe immer gerne in OB gewohnt und werde mich immer als Oberhausener bezeichnen.
Neben den schon genannten Attraktionen gibt es in ganz Deutschland wohl keine Stadt mit einer so perfekten Verkehrsanbindung.
Das einzige was mich immer genervt hat ist die manisch depressive Grundeinstellung eines großen Teils der Bevölkerung :D

rainy day

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13

Montag, 11. Juli 2011, 20:30

Das einzige was mich immer genervt hat ist die manisch depressive Grundeinstellung eines großen Teils der Bevölkerung :D
Aber die Einstellung kommt ja auch nicht von ungefähr. Wir haben in den letzten 50 Jahren, seit 1963, 53.000 Arbeitsplätze verloren.

Die Wiege der Ruhrindustrie drohte auf der Totenbahre zu enden.

Deshalb begann man die Industriebrachen zu entwickeln
Die Neue Mitte war ein Schleußer - Projekt, Burkhard Drescher der Vollstrecker. Man versprach sich davon 6 - 8 Tsd. neue Arbeitsplätze.
Mit der Olga, der Landesgartenschau wurden weitere Industrieflächen zur weiteren Nutzung erschlossen und dem Bereich der Altlasten entrissen.

Trotzdem, trotz aller Investitionen sind wir heute die höchstverschuldete Stadt in Deutschland/pro Kopf gerechnet. Quasi die Schuldenmetropole.

Diesen Titel wird man nur nach und nach ablegen können. Andere Städte werden uns aber in den nächsten Jahren überholen.

tux96

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14

Montag, 11. Juli 2011, 20:56

Was hier fehlt ist auf jeden Fall der Status einer Universitätsstadt. Da sind wir die einzige Stadt in Deutschland mit mehr als 200.000 Einwohner, die keine Universität beherbergt.

Ich halte von der Idee gar nichts. Es gibt genug Universitäten und Fachhochschulen in der Gegend. Neuerdings sogar in jeder Nachbarstadt außer Dinslaken. Wenn jede Stadt im Ruhrgebiet das selbe haben will wie der Nachbar, dann hat man anstatt einer Metropole ein paar Dutzend mal Provinz. Anstatt die Nachbarn zu kopieren ist es sinnvoller, nach Lücken im Angebot der Region zu suchen und diese zu füllen. Möglichst mit etwas, was Geld bringt.
Becher unter unsren Füßen, zechen soweit die Leber reicht,
unsere Stadt das schräge O. unser Bierstand RWO, ja so ist es und so wird es immer sein.
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rainy day

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15

Montag, 11. Juli 2011, 21:09

Ich halte von der Idee gar nichts. Es gibt genug Universitäten und Fachhochschulen in der Gegend.

Das war keine Idee. Ich wollte nicht ausdrücken, dass man nun auf Gedeih und Verderb Universitätsstandort werden soll. Der Zug scheint mir inzwischen abgefahren.
Aber, die jungen Leute, die, um zu studieren, die Stadt bevölkern, gibt es hier nun mal nicht. Und das hat Auswirkung auf die Vitalität der Stadt.

handelsgold

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16

Dienstag, 12. Juli 2011, 08:00

Ich halte von der Idee gar nichts. Es gibt genug Universitäten und Fachhochschulen in der Gegend.

Das war keine Idee. Ich wollte nicht ausdrücken, dass man nun auf Gedeih und Verderb Universitätsstandort werden soll. Der Zug scheint mir inzwischen abgefahren.
Aber, die jungen Leute, die, um zu studieren, die Stadt bevölkern, gibt es hier nun mal nicht. Und das hat Auswirkung auf die Vitalität der Stadt.

Ganz richtig ist dies nicht auch aufgrund der recht preisgünstigen Mieten leben in Oberhausen viele Studenten die in Düsseldorf, Duisburg, Essen, etc studieren da es ja alles nur ein Katzensprung ist.

17

Dienstag, 12. Juli 2011, 16:19

Die ganzen etlichen restlichen Stadtteile, ich zähl sie mal aus Platz- und Zeitgründen lieber nicht auf, sind zugegeben nicht gerade Touristenhochburgen. Gut gibt noch das Schloss OB, Burg Vondern, RIM, Kurzfilmtage, usw.
Vergiß nicht den Gasometer, mit 200.000 Beschern ca. jährlich schon ein Magnet. Dazu das renommierte Stadttheater. Sealive und Modelleisenbahnwelt und Aquapark, das Ganze hat schon Anziehungskraft.

Hätte ich alles unter "Neue Mitte" gefasst. Mal vom Stadttheater abgesehen. Dafür gibts an der NM aber wiederum das "modernste Theater Deutschlands".
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rosenborg

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18

Mittwoch, 13. Juli 2011, 14:31

Ob in der Provinz in Oberhausen oder auf der Berliner Hauptstadtbühne
Ich glaube, es handelt sich um einen winzigen Fehler im Text. Richtig muss es heißen:
Ob in der Provinz, in Oberhausen oder auf der Berliner Hauptstadtbühne
***Wer a sagt, muss nicht auch b sagen. man kann auch feststellen, dass a falsch war***

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19

Mittwoch, 13. Juli 2011, 20:21

Ob die Wiege des Ruhrgebiets Provinz ist? Ein klares Nein!



Seit ich in Hamm wohne merke ich, was ernsthaft Provinz ist :D Mal abgesehen davon, dass so ziemlich alle Oberhausen kennen und mit der Neuen Mitte assoziieren oder unserm RWO, der Kirmes oder Ruhr In Love, finde ich nicht, dass Oberhausen Provinz ist. Andere Städte aus unserer Umgebung sind da viel schlimmer dran und da ist OB noch der Einäugige unter den Blinden. Dafür, dass die Stadt so arm ist, haben wir Glück, dass wenigstens etwas getan wird und dass die Infrastruktur einigermaßen stimmt.



Was ich allerdings vermisse ist, wenn nicht schon eine Uni, dann eine FH. Denn die Umstruktierung zum Technologie-/Dienstleistungsstandort kann ein Segen für eine Stadt sein. Man sollte daher eher in Köpfe investieren als in Spielhallen oder Skihallen.
"Wer sich zum Wurm macht, soll nicht klagen, wenn er getreten wird." (Immanuel Kant)

rainy day

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20

Mittwoch, 13. Juli 2011, 20:28

Was ich allerdings vermisse ist, wenn nicht schon eine Uni, dann eine FH. Denn die Umstruktierung zum Technologie-/Dienstleistungsstandort kann ein Segen für eine Stadt sein.

Leider wurde die letzte von drei Fachhochschulen nach Mülheim/Bottrop vergeben. Oberhausen hatte sich auch beworben. Weiß der Henker, woran das gescheitert ist.

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