Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: RWO-Fanforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 10. März 2009, 17:10

Abseits des Platzes

Da ich einen ähnlichen Thread in einem anderen Forum gesehen habe und ihn sehr ansprechend fand, hier ein neuer Thread für dieses Forum, in der Hoffnung, dass es gesittet und in vernünftigem Diskussionston zugeht...

Dieser Thread soll sich mit Fanaktivitäten (positiv wie negativ) und anderen Vorkommnissen (Polizeigewalt, Schikanen durch Vereine, politische Einflussnahme...) rund um Fußballspiele drehen...

Das hilft auch, immer wieder vorkommende Threads mit teilweise leider nur wenig Zuspruch zu bündeln und eventuell das Interesse für Fanbelange (oder teilweise auch einfach Grundrechte) etwas zu erhöhen...

Ich persönlich finde es immer interessant, was sich bei anderen Vereinen tut - teilweise kann man sich sicher etwas abschauen, teilweise einfach zum drüber nachdenken - sei es in der Szene direkt oder rundherum... falls dies manche Leute gar nicht juckt, bitte ich darum, diesen Thread zu ignorieren, sollten auch andere Leute Interesse haben (vielleicht auch Leute, die sonst nur lesen und nicht schreiben...) hoffe ich, dass der Thread mit angemessenem Niveau überlebt...

Es soll hier ausrücklich nicht um Choreographien oder neue Gesänge gehen, Themen, die ich mir persönlich vorstellen kann wären eher:

- Solidaritätsaktionen (Schalker Solitage für SVler oder Spruchbandaktionen für Erfurter / gegen Sippenhaft z.B.)
- Aktionen, wie der Boykott der Amateurvereine wegen der Anstoßzeiten
- Spendenaktionen von Fangruppen (nicht zwangsläufig für den Verein, sondern für andere soziale Einrichtungen)
- Fußballfans beobachten Polizei
- was euch auch immer einfällt und passen könnte...

Die ersten Beiträge stelle ich mal (bewusst) kommentarlos ein und hoffe, dass dieser Thread positive Resonanz erfährt...

sollte doch auch hier möglich sein, sich kritisch (oder auch lobend) mit Gegebenheiten auseinanderzusetzen, die uns mehr oder weniger (sowohl als Mitglieder der Gesellschaft, als auch der Fanszene von RWO) auch betreffen, ohne sich auf schwarz-weiss diskussionen einzulassen (dafür gibts ja, beim festfahren der diskussion auch pns...) ...


Erster Beitrag: Münchener Opfer von Polizeigewalt in Lissabon

Zitat

Original von www.fansmedia.org

News
Sporting Lissabon – FC Bayern München (25.02.2009)
Sonntag, 8. März 2009

Ein unschönes Ende nahm der eigentlich erfolgreiche Europapokalabend in Lissabon für mehrere Bayernfans. Diese hatten in einer größeren Gruppe den Sieg in einer Kneipe in der Innenstadt gefeiert und diese schließlich zu mehreren verlassen.

Auf dem Rückweg zum Hotel treten einige der Fans, darunter keineswegs nur Ultras sondern auch ganz normale Bayernanhänger ein paar leere Mülltonnen um – sicherlich kein besonders intelligentes Verhalten, aber durch die Kombination aus Siegestaumel und Alkohol vielleicht zu erklären. Nicht zu erklären ist hingegen das Eingreifen einiger in der Nähe befindlicher Polizisten, die die Fans anschließend unter dem Einsatz von massiver Gewalt und Schlagstöcken festnehmen, obwohl diese zu keinem Zeitpunkt aggressiv oder gewalttätig gegenüber den Beamten sind. Ein Fan wird bereits bei der Festnahme von einem Polizeifahrzeug angefahren, so dass er quer über die Motorhaube zu Boden geschleudert wird und sich Verletzungen zuzieht.

Auf der Polizeiwache angekommen soll der schlimmste Teil des Abends für die Fans jedoch erst noch kommen. Die Hände mit Handschellen auf den Rücken gefesselt werden die Fans sowie ein weiterer Tourist, der sich nur zufällig in der Nähe befunden hatte, in einen Raum gebracht, wo sie von den Polizisten bedroht werden. Unter anderem wird das Licht ausgeschaltet und mit Stöcken auf die Tische geschlagen und den Fans auch mit den Worten „You are here not in Germany“ Gewalt angedroht.

Schließlich werden die Fans einzeln und immer noch in Handschellen von den Beamten zum „Verhör“ geholt und von den Polizisten befragt. Wenn die Fans hierbei nicht die gewünschten Antworten geben bzw. die Aussage verweigern oder auch nur nicht schnell genug antworten werden sie von den Polizisten geschlagen. Ein Fan wird hierbei so brutal verprügelt, dass er einen Riss im Trommelfell erleidet und sich in Deutschland einer Operation unterziehen muss um die Verletzungen angemessen zu behandeln.

Schließlich bekommen die Fans von einer Übersetzerin ein Schreiben, in welchem angeblich steht, dass es zwar Vandalismus gab, die Festgenommenen aber nichts damit zu tun hatten. Genauere Angaben kann oder will die Übersetzerin allerdings nicht geben, weshalb einige Fans die Unterschrift verweigern.

Nach mehreren Stunden erscheint schließlich der Leiter der szenekundigen Beamten der Münchner Polizei, Klaus Röschinger, auf der Polizeiwache und bittet die Fans nun einzeln zum Verhör. Statt sich jedoch nach den offensichtlichen Verletzungen und Misshandlungen oder den den Fans zur Last gelegten Vergehen zu erkundigen besteht sein einziges Interesse darin, die Situation in der sich die meist Jugendlichen, teilweise sogar minderjährigen Anhänger befinden dazu auszunutzen, um von diesen konkrete Informationen über verschiedene Gruppen aus der Südkurve sowie in seinen Augen „führende“ Personen bei diesen Gruppen zu erhalten. Die über Stunden festgehaltenen und misshandelten Personen werden von Röschinger massiv bedrängt und bedroht, ihm die Informationen, die er haben möchte zu geben.

Er fragt auch keineswegs nach Straftaten, gestellt werden fast nur Fragen im Sinne von „Kennen sie xy?“, „Welche Aufgaben hat z?“, „Wie wird man Mitglied und wer hat etwas zu sagen?“ oder ähnliche. Dass deutsche Polizisten im Ausland eine mindestens folterähnliche Situation dazu ausnutzen, um von Fans Informationen über missliebige Fangruppierungen zu erpressen ist der eigentliche Skandal.

Brutales Vorgehen von Polizisten ist in diesem Ausmaß gerade in Südeuropa leider keine Seltenheit. Aber wenn szenekundige Beamte der Münchner Polizei diese Brutalität und diese Vorgehen dazu ausnutzen, Fans, die eben auf einer Polizeiwache krankenhausreif geprügelt wurden, mit Sätzen wie „Ich krieg euch alle dran!“ einzuschüchtern und aushorchen zu wollen stellt sich die Frage, welche Rechtsauffassung von solchen Polizeibeamten vertreten wird. Die Praxis, Vernehmungen unangenehmer Personen, denen man jedoch nichts Konkretes vorwerfen kann in anderen Ländern „auszulagern“ scheint sich mittlerweile bis zur Münchner Polizei herumgesprochen zu haben. Dass diese Praxis wenig vorbildlich ist scheint in München hingegen noch nicht angekommen zu sein. Schon oft hat sich gezeigt, dass gerade die szenekundigen Beamten aus dem Münchner Polizeipräsidium nur allzu gerne ihren Privatkrieg gegen Fußballfans führen – dass hierbei auf Mittel zurückgegriffen wird, die nicht nur unverhältnismäßig und brutal sind, sondern auch besser in eine Diktatur passen stellt einen bedauernswerten neuen Höhepunkt dar.



Profans München



Reaktion der Ultras Frankfurt auf die Maßnahmen der AG als Reaktion auf das Spiel in Karlsruhe:

Zitat

original von www.uf97.de

Am heutigen Donnerstagabend fand ein Gespräch von unserer Gruppe mit Klaus Lötzbeier (Vorstand der Eintracht Frankfurt Fussball AG) statt. Wir als Gruppe sehen es als selbstverständlich an, dass vor einem solchen Gespräch keine öffentliche Stellungnahme von uns erfolgt, sondern wir bis nach dem Gespräch abwarten.
Nachdem dieser Gesprächstermin stattgefunden hat, werden wir uns nun zum Auswärtsspiel in Karlsruhe und auch zu den nun erfolgten Sanktionen seitens der Eintracht Frankfurt Fussball AG gegen die aktive Fanszene äußern.

In Karlsruhe wurde uns zum wiederholten Male eine, bereits erstellte, angefragte Choreographie verboten.
Aus diesem Grunde sahen wir es im Vorfeld nicht ein, weiterhin die Fanszene dahingehend zu regulieren, dass keine Pyrotechnik eingesetzt wird, wie wir es in der Vergangenheit zumeist im Rahmen unseres freiwilligen Pyroverzichts nach dem Spiel gegen Oberhausen 2002 getan haben.
Bis auf einige kleine Ausnahmen passierte in Frankfurt in Sachen Pyrotechnik seit 2002 nichts großartiges, obwohl wir immer gesagt haben, dass wir uns nicht allgemein von Pyrotechnik distanzieren werden.

Die Pyro-Aktion in Karlsruhe zu Beginn der 2.Halbzeit ist aus unserer Sicht, mit Ausnahme der 2 Leuchtraketen, die gegen Ende der Aktion aufs Spielfeld flogen, absolut in Ordnung.

Wir möchten also festhalten, dass sich die Gruppe Ultras Frankfurt, wie wir auch Herrn Lötzbeier mitgeteilt haben, nicht generell von Pyrotechnik distanzieren wird. Wir halten sie weiterhin für ein akzeptables Stilmittel einer aktiven und lebendigen Fankurve, allerdings halten auch wir nichts vom Abschuss von Leuchtraketen aufs Spielfeld. Unser Ziel muss für die Zukunft wieder sein, zumindest ein Abbrennen von Pyrotechnik im Rahmen und unter einer gewissen (Selbst-)kontrolle zu ermöglichen, ohne dass derartige Reaktionen von Verband und Öffentlichkeit kommen.

Allgemein bleibt noch hinzuzufügen, dass die Mottofahrt „Orange Kaos“ weder verantwortlich für die Pyro-Aktion war, noch ein Zeichen von Gewaltbereitschaft, wie von den Medien ja verbreitet. Es gab definitiv auch schon „Orange Kaos“ – Fahrten ohne den Einsatz von Pyrotechnik.
Ebenso sind selbstverständlich auch unsere Gäste aus Mannheim nicht Urheber der Pyrotechnik.

Die nun von der Eintracht Frankfurt Fussball AG getroffenen Maßnahmen halten wir für weit übers Ziel hinausgeschossen und einen Schritt in die falsche Richtung.

Eine Aktion dieser Größenordnung kommt ohnehin äußerst selten vor, wie eigentlich jeder wissen dürfte, und auch die Vergangenheit ja gezeigt hat.
Allerdings kann sie auch durch immer neue Verbote und Maßnahmen, wie die verschärften Einlasskontrollen in Karlsruhe und unsinnige Dinge, wie das Verbot von Gürteltaschen, nicht verhindert werden.
Mit einer erlaubten Choreographie in Karlsruhe wäre es allerdings definitiv nicht zu solch einem Einsatz von Pyrotechnik gekommen.

Die Ankündigung, für Auswärtsspiele personalisierte Tickets einzuführen ist nach der Fanclubcard nun schon die zweite Maßnahme der Eintracht Frankfurt Fußball AG in diesem Jahr, um immer mehr Informationen zu sammeln. Wir haben uns bereits gegen die Fanclubcard gewehrt, für die es keine wirklich stichhaltige Begründung gibt, und werden das auch bei den personalisierten Auswärtskarten tun.

Außerdem ist uns die Mitnahme sämtlicher Materialien zu Auswärtsspielen verboten, weshalb wir auch beim Heimspiel gegen den FC Schalke auf diese verzichten, und weder Fahnen aufhängen, noch Stimmung machen werden. Solange unser eigener Verein, Eintracht Frankfurt, uns derartig einschränken möchte, sehen wir uns auch nicht imstande, ihn wie bisher zu unterstützen.
Wir werden natürlich trotzdem unsere Plätze in Block 40 einnehmen und stehen dort, und am Fancontainer, jedem, der eine vernünftige Diskussion darüber führen möchte, Rede und Antwort.

Im Allgemeinen steht die aktive Fanszene in Frankfurt, wie auch in ganz Deutschland, momentan am Scheideweg, es liegt nun an uns allen, dass die nun eingeführten Sanktionen, die jeden Auswärtsfahrer stören dürften, wieder abgeschafft werden, ansonsten werden die Bedingungen für all diejenigen, die nicht völlig der gewünschten Norm entsprechen, sich immer weiter verschlechtern.

Zum Thema Pyrotechnik und dem veränderten Umgang damit wird es in den nächsten Tagen noch einen weiteren, ausführlicheren Text geben.

Für eine lebendige Kurve!


Ultras Frankfurt, 26.02.2009



besagten ausführlichen Text zum Thema Pyro gibt es hier zum Download.

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 10. März 2009, 17:12

Rückblick aufs Derby / Stellungnahme zum Derby beim KSC vom Commando Cannstatt:

Zitat

www.cc97.de

7.03.2009 - Derby-Rückblick

Mit dem notwendigen zeitlichen Abstand folgt unsere Sicht der Dinge auf die Geschehnisse beim Derby KSC-VfB. Ein Tag mit sehr bitterem Beigeschmack, an dem das einzig Positive wohl der Auswärtssieg unseres VfB beim badischen Rivalen war.
Wir möchten das Werfen von Flaschen und Feuerwerkskörpern einzelner VfB-Fans nicht unter den Teppich kehren, doch steht dem eine lange Liste an organisatorischen Mängeln und persönlichen Verfehlungen der Polizei gegenüber, die unserer Ansicht nach erheblichen Anteil am Ablauf des Derbytages hatte.

- Vorfeld
Der Einsatzleiter der Karlsruher Polizei hat sich im Vorfeld der Partie mittels eines offenen Briefs an die Fans des VfB gewandt, in dem er angebliches „Verständnis für die bedingungslose Unterstützung (unserer) Mannschaft“ äußerte. Das im gleichen Atemzug die Mitnahme nahezu sämtlicher relevanter Fanutensilien verboten wird, entlarvt die Ankündigung von Herrn Rüffel als pure Heuchelei!
Die VfB-Fans und die Stuttgarter Ultraszene haben im Hinspiel mit einer beeindruckenden Choreografie gezeigt, dass die Rivalität durchaus kreativ auf den Rängen ausgetragen werden kann, wenn den Fanszenen notwendige Freiräume gewährt werden! Auch und gerade in einem hitzigen Derby!

Informationen über erlaubte und verbotene Gegenstände beim Derby:
http://vfb.de/de/fans/news/2008/29698.php

- Transport
Von Seiten des VfB Stuttgart wurde für die Anreise mit dem angebotenen Entlastungszug von DB Regio geworben, z.B. in der Stadionzeitung, auf der vereinseigenen Homepage, Handzetteln etc. Der Zug hatte eine Kapazität von ca. 800 Plätzen und war sehr gut ausgelastet. Ca. 600 weitere VfB-Fans reisten mit einem Regelzug an, der eine halbe Stunde vor dem Entlastungszug verkehrte.
Alle mit dem Zug ankommenden VfB-Fans wurden am Bahnhof Durlach von einem starken Polizeiaufgebot in Empfang genommen. Der Einstieg in die Busse war nur einzeln durch kleine Durchgänge in den Absperrgittern möglich, jedem Fan wurden von Beamten Glasflaschen abgenommen und die Eintrittskarte kontrolliert. In den Bussen wurden ausschließlich Sitzplätze belegt. Jeder Bus wurde von mehreren Beamten in Kampfmontur begleitet. Offensichtlich standen keine Busse in ausreichender Zahl zur Verfügung, denn es musste bis zu 10 Minuten auf den nächsten Bus gewartet werden.
Der Entlastungszug musste eine halbe Stunde vor Durlach warten, da die mit dem Regelzug angereisten Fans wohl noch nicht abgefertigt waren. Die Fans konnten sich während des Wartens im Polizeikessel auf die Sonderbusse weder verpflegen noch ihre Notdurft verrichten.

- Kommunikation
Viele Probleme vor Ort hätten durch eine bessere Kommunikation vermieden werden können. Die einzige Kommunikation der Polizei bestand aus akustisch nur schwer zu verstehenden Ansagen des Einsatzleiters mittels eines Megaphons am Bahnhof Durlach und auf dem Stadionvorplatz. Ein Einwirken und die Weitergabe von Informationen an eine emotionalisierte Menschenmenge ist so kaum möglich.
Die eingesetzten Beamten reagierten auf Nachfragen der Fans zudem meist ratlos, da sie entweder über das Einsatzkonzept nicht Bescheid wussten oder nicht befugt waren Auskünfte zu erteilen.
Es ist uns nicht bekannt, ob und in wie weit die Polizei die Fanbetreuer der Vereine zur Kommunikation mit den Fans herangezogen hat. Am Bahnhof Durlach war bei Ankunft des Regelzugs kein Angestellter des VfB vor Ort, ebenso wenig auf dem Stadionvorplatz. Diesbezüglich werden wir uns mit dem VfB Stuttgart zusammensetzen.

- Verhältnismäßigkeit des Polizeieinsatzes
Von Seiten der Polizei existieren unterschiedliche Aussagen darüber, warum eine Gruppe von ca. 160 VfB-Fans vor dem Spiel in Vorbeugegewahrsam genommen wurde. Mal wird von Flaschenwürfen am Bahnhof Durlach gesprochen, mal von einem gezündeten Feuerwerkskörper, mal die Weigerung von Fans, Vermummungen abzulegen, öfters fiel auch die Aussage, dass man „zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen sei“.
Das Werfen von Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Personen ist nicht gutzuheißen. Trotzdem ist es unserer Auffassung nach nicht verhältnismäßig, aufgrund des Fehlverhaltens Einzelner eine Personengruppe dieser Größenordnung in Kollektivhaftung zu nehmen. So wurden wahllos sämtliche Fans eingekesselt, die sich in einer bestimmten Ecke des Stadionvorplatzes befanden. Kurze Zeit später wurde ein zweiter Kessel gebildet, in den auch mit dem Bus angereiste VfB-Fans gerieten, die zufällig am benachbarten Eingang standen.
Spätestens jetzt wird klar, dass mitnichten eine „unfriedliche Menge“ aus dem Verkehr gezogen wurde, sondern die Einsatzleitung ein Zeichen zur Abschreckung setzen wollte. Es ist fraglich, ob aufgrund dieser Tatsache die Gewahrsamnahme „unerlässlich“ war, d.h. nur auf diese und nicht auf eine andere Weise eine angebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit abgewendet werden konnte.
Von den betroffenen Fans wurde kein Widerstand gegen die Maßnahmen der Polizei geleistet. Alle in Gewahrsam genommen Fans haben zu jeder Zeit ruhig und besonnen reagiert – trotz der belastenden Situation!

- Fehlverhalten von Beamten
Von zahlreichen Beamten wurden über den gesamten Einsatz hinweg Straftaten begangen, vor allem Beleidigungen, aber auch Nötigung und Körperverletzung. Die Verfolgung dieser Delikte scheitert u. a. daran, dass gesetzeswidriges Verhalten von den Vorgesetzen und Kollegen offensichtlich gedeckt wird und es schier unmöglich ist, einzelne Beamte der geschlossenen Einheiten zu identifizieren und anzuzeigen.
Unser Eindruck wird durch die aktuelle Medienberichterstattung bestätigt:
http://www.youtube.com/watch?v=U7oDo6zGWPg

- Reaktionen der Politik
Die populistische Forderung von Landesinnenminister Heribert Rech (CDU) nach härteren Strafen war absehbar. Es ist die nahtlose Fortsetzung einer eindimensional auf Repression ausgelegten Politik im Umgang mit Fußballfans in Baden-Württemberg.
Wir unterstützen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Initiative der sportpolitischen Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Landtag, Frau Ilka Neuenhaus MdL, die ein Umdenken im Umgang mit Fußballfans gefordert hat und unter anderem für die Einrichtung eines sozialpädagogischen Fanprojekts in Stuttgart eintritt.

- Reaktionen von Fanseite
Wir empfehlen jedem VfB-Fan, der von der mangelhaften Organisation und den Maßnahmen der Karlsruher Polizei betroffen war, Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Einsatzleiter bzw. eingesetzte Polizeibeamte zu stellen.

Die Dienstaufsichtsbeschwerde ist mit Einschreiben/Rückschein an folgende Adresse zu richten:
Polizeipräsidentin Hildegard Gerecke
Polizeipräsidium Karlsruhe
Beiertheimer Allee 16
76137 Karlsruhe

Wir sind uns bewusst, dass Dienstaufsichtsbeschwerden häufig ohne sachliches Ergebnis verlaufen, jedoch erwarten wir eine Begründung des Einsatzes und der getroffenen Maßnahmen! Sollte die Antwort der Dienstherrin nicht zufriedenstellend sein, behalten wir uns vor weitere rechtliche Schritte gegen den Einsatzleiter anzustreben.
Wir fordern zudem alle VfB-Fans, die in Karlsruhe vor Ort waren, auf, ihre Erfahrungen dem VfB Stuttgart, den Medien und politischen Vertretern mitzuteilen.

Fanbetreuung VfB Stuttgart: r.klenk@vfb-stuttgart.de



Pauli gegen Rostock; Nach Fußballkrawallen: Althaus fordert Konsequenzen

http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/krawalle104.html

und hier nochmal ähnlich: Debatte über Konsequenzen nach Fußball-Krawallen

http://www1.ndr.de/nachrichten/krawalle106.html

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 10. März 2009, 17:30

lebenslang für 21 + Sippenhaft für alle anderen (auch Nichtanweswesende) eines Fanclubs:

Zitat

original von de.eurosport.yahoo.com

Erfurt (dpa) - Der FC Rot-Weiß Erfurt hat nach den Ausschreitungen beim Thüringen-Derby in Jena erste Maßnahmen ergriffen.

Gegen die 121 Personen umfassende Gruppe «Erfurter Ultras», die im Erfurter Fanblock Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet hatten, wurde ein Stadionverbot bis zum Ende der Saison verhängt. «Der Vorstand hat am Montagabend gemeinsam mit Manager, Fanbeauftragten und der Polizei getagt, den Tatbestand analysiert und sich anschließend einstimmig für harte Bestrafungen ausgesprochen. Den etwa 20 bis 21 Personen, die der Polizei namentlich bekannt sind, soll in Abstimmung mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bundesweit bis zum Lebensende der Eintritt in die Stadien verboten werden», sagte Rot-Weiß-Präsident Rolf Rombach.

«Wir haben in den letzten vier Jahren den Verein sportlich und auch wirtschaftlich ins rechte Lot gebracht. Das lassen wir uns von diesen Chaoten nicht kaputt machen», ereiferte sich Rombach noch immer. Auch wolle man zivilrechtlich gegen diese Personen vorgehen und sie schadensrechtlich in Verantwortung nehmen. Des weiteren werde der Verein Besuchern, die mit pyrotechnischen Erzeugnissen im Stadion erwischt werden, lebenslang Hausverbot erteilen.

«Wir haben die Vorfälle aber auch zum Anlass genommen, unsere Fanbetreuung weiter zu intensivieren. Zahlreiche Fanclubs unterstützen den Verein hervorragend, haben sich hinter die Entscheidung des Vorstands gestellt und distanzieren sich ausdrücklich von den Ultras», informierte der Präsident weiter.

Rot-Weiß rechnet mit der Strafe des DFB in den nächsten zwei Tagen. «Wir sind mit dem DFB-Kontrollausschuss im Gespräch und müssen nun abwarten». Von einer hohen fünfstelligen Geldstrafe, über ein erneutes Geisterspiel bis hin zu Punktabzug sei alles möglich. Der Verein hofft natürlich, dass sich die Strafe im Rahmen hält.


nach dem Spiel Emden : Jena ... Polizeigewalt in Reinkultur

http://www.youtube.com/watch?v=imb9NV9avWQ

Stellungnahme des Supporters Club und des Fanprojekts dazu:

http://portal.fcc-supporters.de/article/…iede-verteidigt

weitere Artikel (wie es weitergeht...unter anderem parlamentarisch...) unter http://portal.fcc-supporters.de/


Halle gegen Magdeburg: Ordner schmeisst Fan vom Zaun (zum Glück ist wohl nichts bleibendes passiert...)

http://www.youtube.com/watch?v=CkmS8hWStC4

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 11. März 2009, 18:28

http://www.saalefront.de/

Saalefront Halle zum Thema Pyro / Berichterstattung

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

5

Mittwoch, 18. März 2009, 23:16

Fantastische Stimmung oder Krawalle? Thema Bengalos im Stadion

http://www.epochtimes.de/articles/2009/03/15/420167.html


Heftig, wie die Polizei mittlerweile agiert...:

Zitat

Wie vor jedem Heimspiel, sammelte sich die Fanszene des Karlsruher Sport Clubs bei dem Karlsruher Fanprojekt in der Nordweststadt, um dann gemeinsam durch den Hardtwald zum Stadion zu laufen. Dieses Ritual nennt sich „Zamme Nausdappe“ und wird seit jeher praktiziert und auch in der Blockschrift beworben. Es sind alle KSC Fans vor dem Spiel eingeladen ins Fanprojekt zu kommen, um sich zu treffen und auf das Spiel einzustimmen. Das Fanprojekt (welches von 3 Sozialarbeitern geleitet wird) dient unter anderem als soziale Einrichtung und soll den Fans bei Problemen aller Art auch entgegenkommen.

Und so hatten sich auch an diesem Samstag, vor dem wichtigen Spiel gegen Arminia Bielefeld, bei dem der KSC unbedingt hätte punkten müssen, um den Stück Klassenerhalt etwas näher zu kommen, ca. 150 Leute gesammelt, um gemeinsam zum Stadion zu laufen. Vorab trennten sich einige von der Gruppe um mit dem Auto zum Stadion zu fahren, am Ende waren es noch ca. 70 Leute die den Weg zu Fuß bestritten. Die Stimmung in der Gruppe war vollkommen ruhig und gelassen, zu keiner Zeit wurde gesungen oder geschrienen. Die Route der Gruppe verläuft vom Fanprojekt durch den Hardtwald zum Stadion. Normalerweise verläuft dieser Marsch immer ohne Probleme, doch diesmal war alles anders.

Auf mehr als halben Weg war man bei den Sportplätzen der DJK Ost angelangt, die teilweise noch im Wald liegen. Hier standen mehrere Fahrzeuge und ein Sägen war zu hören, die Gruppe dachte an Arbeiten im Wald. Auf der linken Seite des Waldweges arbeitete ein Waldarbeiter, der mit einer Kettensäge einen auffallenden kleinen Ast zersägte. Er setzte mehrere Male ab und neu an, was mir sofort merkwürdig vorkam, doch zu diesem Zeitpunkt rechnete noch niemand mit einem Hinterhalt. Als die Gruppe auf der Höhe der Tennisplätze der DJK Ost angelangt war, fiel ein blauer Kastenwagen auf, der schräg auf dem Waldweg parkte.

Plötzlich wurde die Gruppe langsamer und es waren Polizisten hinter den Tennisplätzen mit Spürhunden zu erkennen, die sich auf die Gruppe zu bewegten. Dann ging alles ganz schnell: Aus und hinter dem blauen Kastenwagen stürmten schwarz vermummte und schwer gepanzerte Einsatzkräfte der Polizei auf die Gruppe zu und versuchten uns einzukesseln. Geschockt und völlig perplex wussten viele nicht, was man nun tun sollte.

Einige schrieen, man sollte zurücklaufen, doch hinter uns stürmten ebenfalls vermummte Einsatzkräfte auf uns zu, die aus einem weißen LKW kamen, der rechts vor den Sportplätzen geparkt war, genauso wie links aus dem Wald, wo ein zweiter blauer Kastenwagen stand, den ich erst jetzt bemerkte. Vorher hatte ich diese Wagen und den LKW wohl unterbewusst dem Waldarbeiter zugeordnet und deswegen nicht weiterbeachtet.

Man trieb uns wie Vieh zusammen, kesselte uns ein und drängte und an den Zaun des angrenzenden Tennisplatzes der DJK.

Ein grinsender Einsatzleiter erklärte über ein Megaphon, dass dies eine Untersuchung zwecks der Vorfälle gegen Stuttgart sei und jeder von uns durchsucht und von jedem eine Filmsequenz gemacht werden würde.

Das riesige Polizeiaufgebot vergrößerte sich nun zusehends. Unzählige Polizeibusse und Sondereinheiten rückten an und umstellen die Gruppe weiter und über 15 Kameras bauten sich rund um den Waldweg auf, um die Gruppe aus jedem Winkel filmen zu können, während diese nur geschockt über diese Vorgehensweise der Polizei untätig und zusammengetrieben auf ihre Durchsuchung warten konnte. Jeder wurde nun von 2 schwergepanzerten Einheiten von der Gruppe abgeführt und durchsucht. Die Polizisten waren größtenteils unfreundlich und respektlos, durchsuchten uns teilweise erniedrigend und gaben widersprüchliche Anweisungen (Ziehen sie ihre Jacke an - so jetzt wieder aus).

Nachdem man sich noch vor eine Kamera stellen musste, sodass die Polizisten einen mitsamt seines Personalausweises filmen konnten, wurde man abermals durchsucht, diesmal mit beiden Armen an das Autogelehnt, was perfekt zur Filmreifen Inszenierung des Einsatzes passte.
Nach dieser Prozedur wurde jeder mit einem Platzverbot für das Gebiet belegt und ich kam erst mit einer einstündigen Verspätung am Stadion an und war so gerade noch zum Anpfiff im Block an.


Quelle: http://www.seit1894.de/ksc/spiele0809/ksc_bie.htm

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 18. März 2009, 23:32

Polizeieinsatz beim Derby Holstein 2 gegen Lübeck 2

http://www.holstein-block.de/augenzeugen…ein-kiel-2.html

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

7

Mittwoch, 18. März 2009, 23:39

Sehr schöner Thread Matze! Vielleicht öffnen diese Berichte einigen die Augen, die immer nur alles verurteilen, ohne sich wirklich mit der Materie auseinandergesetzt zu haben.

Mit Sicherheit gibt es auch genügend schwarze Schafe unter Fussballfans, aber es gibt auch sehr viele, die ohne Grund diskriminiert und verurteilt werden.

8

Mittwoch, 18. März 2009, 23:56

Hier auch mal ein Interessanter Bericht aus dem Polit-Magazin "Panorama".

http://daserste.ndr.de/panorama/media/panx110.html

Natürlich ist das auch nicht die generelle Art und und Weise, und dies sind auch nur einzelne Fälle, aber es gibt mit Sicherheit auch eine sehr hohe Anzahl an ähnlichen Fällen, über die leider nicht berichtet wird.

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

9

Donnerstag, 19. März 2009, 12:05

Hey... da hat ja jemand den thread entdeckt... willkommen :D


Abschaffung der Stehplätze wegen Krawallen?

http://www.kicker.de/news/fussball/bunde…artikel/506048/


Skandalöse Bremer in St. Etienne

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/u…uchtraketen.htm


und dem gegenüber dann galatasaray in Hamburg ... keine beanstandung im bericht (und man beachte vor allem Bild 11 + Untertitel)

http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/u…ht-das-aus.html


Passend dazu waren ja auch die Kommentatoren im Fernsehen komplett mit Blöd auf einer Linie... und die Vereinsoberen auch noch... ein hoch auf die Doppelmoral

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

10

Donnerstag, 19. März 2009, 12:11

Profans München bei www.Fansmedia.org zum Rückspiel Bayern - Lissabon

Artikel zum Hinspiel ist weiter oben zu finden

Zitat

News
FC Bayern München - Sporting Lissabon (10.03.2009)
Mittwoch, 11. März 2009

Bereits vor dem Achtelfinal-Rückspiel der Champions-League befinden sich hinter der Südkurve zahlreiche Bereitschaftspolizisten sowie Beamte des USK. Für ein Spiel ohne besondere sportliche Bedeutung oder Rivalität zwischen den beiden Fangruppen sehr ungewöhnlich.

Bei Europapokalspielen ist auch der Stehplatzbereich in der Südkurve gemäß UEFA Vorgaben komplett mit Sitzplätzen ausgestattet. Wie bei vielen Europapokalspielen erweisen sich diese Sitzplätze nicht nur als Verletzungsrisiko für viele Fans die statt zu sitzen lieber stehen, hüpfen, singen und Fahnen schwenken. Sie erweisen sich häufig auch als den Belastungen durch auf ihnen stehende und hüpfende Personen nicht gewachsen und brechen schnell aus den Verankerungen – dies ist auch bei diesem Spiel wieder im gesamten mittleren Bereich der Südkurve der Fall. Statt die Sitzschalen jedoch auf das Spielfeld zu werfen werden diese von den Fans diszipliniert hinter die Kurve gereicht, wo sie von Ordnern entfernt werden können.

Nach dem Spiel befinden sich an den Aufgängen der Südkurve, an denen die Fans den Block verlassen können zahlreiche Beamte des USK, Bereitschaftspolizisten sowie normale Polizisten, welche mehrere Fans beim verlassen des Blockes festnehmen und die anderen Fans schlagen und verbal provozieren, woraufhin es zu Tumulten hinter Südkurve kommt, bei denen sich sogar die Ordner auf die Seite der Fans stellen und versuchen, die Polizisten zur Besonnenheit zu bringen.

Auf dem Weg zur U-Bahn werden die Fans von zahlreichen Polizeieinheiten begleitet und schließlich noch einmal angehalten, aufgeteilt und von Beamten des USK abgeleuchtet, da diese nach weiteren Personen suchen die sie festnehmen können.

Die Polizisten begleiten die Fans schließlich noch in der U-Bahn bis zur Haltestelle Nordfriedhof, wo sie einen Ansprechpartner fordern, was von der Fangruppe jedoch abgelehnt wird, da diese nach den Vorfällen und dem vorhergehenden Verhalten nicht mit den Polizisten sprechen möchte – dies wird von den Beamten mit der Aussage „Ihr werdet schon noch sehen was ihr davon habt“ quittiert.

In Anbetracht der Tatsache, dass bereits vor der Partie ein massives Polizeiaufgebot hinter der Südkurve präsent war und sich beim Zugriff selbst zahlreiche erkennbar aus höheren Positionen stammende Beamte hinter der Kurve aufhielten drängt sich der Eindruck auf, dass an diesem Tag gezielt die Provokation gegenüber den Fans gesucht werden und die Zugriffstechniken der Polizei demonstriert werden sollten. Die beschädigten Sitzschalen, die bei jedem Europacupspiel vorkommen, deren Reparaturkosten gering sind und die bisher nicht einmal vom Verein bemängelt wurden waren hierfür nur der willkommene Vorwand.

Dass die Polizei aus vollkommen nichtigen Gründen und vermutlich nur zu Demonstrations- und Abschreckungszwecken so massiv gegen friedliche, den Sieg ihrer Mannschaft feiernde Fans vorgeht bestätigt ein weiteres mal den Konfrontationskurs gegenüber Fußballfans, der von der Münchner Polizei bereits seit längerer Zeit verfolgt wird – es sei hierbei beispielsweise auf den Ärger um „zu lange“ Fahnenstöcke in der Hinrunde oder auf das Hinspiel in Lissabon verwiesen, wozu sich auch Berichte auf Fansmedia finden lassen.


Profans München

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

11

Donnerstag, 19. März 2009, 12:24

Hamburger Spruchband gegen die Pyrodoppelmoral der Medien




Focus-Artikel zu den Themen: DFL will nicht für Polizeieinsätze zahlen; Pilz zum Thema "Hooltras"; Abschaffung der Stehplätze

Zitat

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will sich an Polizei-Einsätzen bei Bundesliga-Spielen finanziell nicht beteiligen. Dies hatte die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zuletzt gefordert.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) geht auf Konfrontationskurs zur Gewerkschaft der Polizei (GdP) und hat Forderungen nach einer finanziellen Beteiligung an den Einsätzen der Beamten bei Bundesligaspielen eine deutliche Absage erteilt. "Wir zahlen so viele Steuern, dass wir ein Recht auf den Schutz unserer Veranstaltungen haben. Wenn Sicherheit in Deutschland davon abhängt, ob man sie bezahlen kann, dann wäre dies mehr als fatal. Bezahlte Polizei-Einsätze kämen daher einer Doppel- und Dreifach-Besteuerung von Vereinen oder DFB gleich", sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus am Mittwoch auf einer Pressekonferenz zum Thema Sicherheit in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main.

Hieronymus unterstrich den hohen finanziellen Aufwand, den die Profiklubs für die Sicherheit in den Stadien bereits leisten, anhand von Zahlen. So investieren die Bundesligisten jährlich 23,4 Millionen Euro für insgesamt 130.000 Ordnungskräfte. Zudem zahlen die Erst- und Zweitligisten pro Jahr 665 Millionen Euro an Steuern. Die GdP hatte zuletzt eine Beteiligung der Liga an den Einsätzen bei Bundesligaspielen in Millionenhöhe gefordert.

Politik und Polizei hatten nach den schweren Krawallen beim Punktspiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock (3:2) am Freitag vor zwei Wochen Kritik wegen der hohen Kosten des Einsatzes sowie der Ansetzung des Spiels am Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der DFL geübt. In der Schweiz ist eine 80-prozentige Beteiligung der Klubs an den Polizei-Einsätzen bei drohenden Hooligan-Ausschreitungen bereits gängige Praxis und wurde am Mittwoch nach einer Klage des Erstligisten Xamax Neuchatel vom Bundesgericht in Lausanne auch bestätigt.

"Mittlerweile Engpässe bei den Polizeikräften"

"Diese Krawalle haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Von 127 Länder-Großeinsätzen im vergangenen Jahr entfielen allein 40 Prozent auf den Fußball. Das ist zu viel. Wir haben mittlerweile Engpässe bei den Polizeikräften", sagte Konrad Freiberg, Chef der GdP, obwohl die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) das Spiel in Abstimmung mit den Behörden extra auf Freitag gelegt hatte.

Ungeachtet des Streits mit den Polizeivertretern sagt der deutsche Profifußball nach den Ausschreitungen der vergangenen Wochen den Hooligans den Kampf an. Gleichzeitig wehrte sich DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach gegen die Kritik der Polizei an der vor allem außerhalb der Stadien zunehmenden Gewalt. "Wir verfolgen die aktuellen Zwischenfälle mit Sorge und Wachsamkeit. Aber wir wehren uns gegen pauschale Schuldzuweisungen der Polizei. Denn die Krawallmacher sind nicht als Fußball-Fans zu bezeichnen, sondern als Kriminelle, die den Fußball als Plattform nutzen", sagte Niersbach.

Zuletzt spielten sich die Auseinandersetzungen rivalisierender Hooligans vor allem außerhalb der Stadien bei der An- und Abreise ab. Deshalb fordern DFB und DFL in der immer wichtiger werdenden Gewaltprävention einen Schulterschluss von Fußball, Politik und Polizei. "Nur durch das weiterhin gemeinsame Engagement der Politik und der Polizei mit unseren Vereinen und Verbänden können wir es erreichen, dass wir die Problematik weder dramatisieren noch bagatellisieren und als faire Partner gemeinsam sachgemäße Lösungen finden", sagte Niersbach.

Feuerwerkskörper bereiten Sorgen

Sorgen bereiten Verband und Liga allerdings die zunehmenden Feuerwerkskörper in den Stadien. Das Abschießen von Pyrotechnik und Knallkörpern in den Stehplatzbereichen entfachte zuletzt wieder die Diskussion um die Ultra-Gruppierungen.

Auch eine komplette und von den Fans immer kritisch betrachtete Abschaffung der Stehplätze scheint wieder ins Gespräch zu kommen. "Wenn im Stadion Probleme entstehen, dann in diesem Bereich. Wir werden es jedenfalls nicht länger zulassen, dass eine kleine Minderheit den Großteil der Fans terrorisiert", sagte Niersbach.

Der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn machte deutlich, dass von 117 sicherheitsrelevanten Vorfällen in der laufenden Spielzeit in den ersten drei Ligen 100 außerhalb der Stadien stattfanden.


Fan-Forscher Gunter A. Pilz stellte derweil fest, dass vor allem in den Stehplatzbereichen Anhänger der Ultras zunehmend zu Problem-Fans werden: "Die Frage ist, ob aus Teilen dieser Szene, den sogenannten "Hooltras", ein neues Gewaltpotenzial hervorgeht. Viel wird davon abhängen, wie es den Verbänden und Vereinen und vor allem der Polizei gelingt, auf diese Szene differenziert und sensibel zu reagieren."


Quelle: www.focus.de

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

12

Donnerstag, 19. März 2009, 12:40

Polizisten kritisieren Einsatzleitung beim Derby Köln - Gladbach

http://www.ksta.de/html/artikel/1237297940736.shtml


Was aus Österreich vom letzten Monat:

Fans sagen: "Polizeipräsenz löst Stadiongewalt aus"

Zitat

14. Februar 2009, 17:59
Polizeipräsenz löst Stadion gewalt aus, sagen Fans
119 Menschen wurden in der vergangenen Fußballsaison bei Zwischenfällen verletzt. Selbst friedfertige Fans geben der Exekutive eine Mitschuld

Wien - Die Polizei ist ein Unsicherheitsfaktor - zumindest in den Augen der Fußballfans. Zu diesem Schluss kommt die erste Studie zum Thema "Fußball und Sicherheit in Österreich" , die am Freitag in Wien präsentiert wurde. Ein weiteres Ergebnis: Derzeit angewandte Sanktionsmaßnahmen können die Gewalt in den Stadien kaum eindämmen.

700 Interviews und 609 Online-Befragungen führten Ireen Friedrich und Bernhard Klob von der "Abteilung für Kriminologie" an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien durch. Knapp jeder zehnte Fan schätzte sich da selbst als gewaltbereit ein, 13 Prozent wurden schon einmal Opfer im oder beim Stadion. Insgesamt wurden in der Bundesligasaison 2007/08 119 Menschen verletzt, 41 davon waren Polizisten.
Woran die Sicherheitskräfte auch selbst schuld tragen - sagt zumindest die Studie. Denn zwei Drittel aller Stadionbesucher sind der Überzeugung, dass das Verhältnis zwischen Polizei und Fans wenig bis gar nicht gut ist. Diese Meinung vertreten also nicht nur gewaltbereite Randalierer, sondern auch Familienväter, die mit ihren kleinen Töchtern zum Match gehen.

Nur Fanbetreuer akzeptiert

Doch damit nicht genug: Fast die Hälfte der Befragten sind der Überzeugung, dass die Polizeipräsenz im Stadion Zwischenfälle und Ausschreitung auch mit auslöst. Nur eine Gruppe der Exekutive kommt dabei gut weg: die sogenannten "Szenekundigen Beamten" (SKB). Diese speziellen Fanbetreuer treten nicht in voller Montur auf, sondern tragen lediglich eine Warnweste. Ihre Aufgabe: Kontakt zu den Fans zu halten, zu deeskalieren und Grenzen aufzuzeigen - durch "Normverdeutlichungsgespräche" , wie es in der Sprache der Forscher heißt.
Das fruchtet naturgemäß nicht immer. Knapp 2000 Anzeigen gab es bei Kicks der höchsten Spielklasse, im Schnitt also zwei Stück pro Match. Nicht alle davon betreffen aber den direkten Gewaltbereich. Ein Sechstel sind Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz - also das Zünden von bengalischen Feuern oder Böllern. Gefährlich, aber beliebt, fanden Friedrich und Klob heraus. Denn 60 Prozent aller Besucher halten die Feuerwerke für eine wesentliche Komponente der Stadionstimmung.

Um notorische Unruhestifter vom Platz fernzuhalten, setzen die Vereine zurzeit immer öfter auf Stadionverbote. Wie oft und wie lange Randalierer nicht mehr ihre Heimmannschaft sehen dürfen, lässt sich aber nicht feststellen: Darüber gibt es bei den Clubs keine Aufzeichnungen. Was es nun allerdings gibt, ist eine Einschätzung der Wirksamkeit dieser Maßnahme. Die Studie ergab, dass die Personen, die ein Stadionverbot bekommen haben, darüber zwar todtraurig, aber gleichzeitig entschlossen sind, ihr Verhalten nicht zu ändern.
Die beiden Wissenschafter ziehen für die Exekutive mehrere Schlüsse aus ihrer Untersuchung: Die uniformierten Polizeikräfte sollten zwar Präsenz zeigen, aber weniger martialisch auftreten. Umgekehrt sollten mehr Szenekundige Beamte eingesetzt und ihre Stellung sollte aufgewertet werden. Mehr reden, weniger drohen also.
(Michael Möseneder, DER STANDARD, Printausgabe, 14.02.2009)


Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=1234507075369

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

13

Donnerstag, 19. März 2009, 12:46

Fangnetz vor Schalker Nordkurve installiert

Zitat

Schalke: Fangnetz vor die Nordkurve

Fußball-Bundesligist Schalke 04 hat in seiner Arena erstmals ein Fangnetz vor der Nordkurve aufgehängt. Der Klub reagierte damit darauf, dass beim Heimspiel gegen den 1. FC Köln vor zwei Wochen wiederholt Gegenstände auf das Spielfeld geflogen waren und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) deshalb ein Verfahren einleitete. Für die Partie am Sonntag (17.00 Uhr/live bei Premiere) gegen den Hamburger SV wurde in 40 Metern Höhe von drei Höhenkletterern ein schwarzes Netz befestigt, das bereits bei der WM 2006 zum Einsatz gekommen war. Bislang hatte Schalke seit der Eröffnung der Arena 2001 den Fans freie Sicht auf das Spielfeld gewährt.


Quelle: http://fussball.bundesliga.com/2009/03/1…-die-nordkurve/

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

14

Donnerstag, 19. März 2009, 13:05

hier mal ein paar Beispiele, wie sich Fangruppen (sozial) engagieren:


Wilde Horde Köln

Zitat

Aufruf zur Spende für die Geschädigten des Stadtarchiveinsturzes
Liebe FC-Fans!
Am vorvergangenen Dienstag, den 03.03.2009, hat sich in der Kölner Südstadt eine menschliche und kulturelle Tragödie ereignet. Das Kölner Stadtarchiv und angrenzende Häuser sind nach bislang ungeklärten Vorfällen unter der Erdoberfläche eingestürzt. Unter den Trümmern wurde bisher ein Vermisster tot gefunden, ein weiterer wird weiterhin gesucht. Der kulturelle Schaden, der sich ereignet hat, ist bisher noch nicht abzuschätzen.
Da weitere angrenzende Häuser auf der Severinstraße einsturzgefährdet sind oder waren, mussten sie abgerissen werden.
Viele Bewohner der Severinstraße wurden so in der vergangenen Woche obdachlos.
Für diese Menschen wurde ein Spendenkonto seitens der Stadt eingerichtet.
Wir möchten hiermit alle FC-Fans dazu aufrufen, für die Geschädigten des Unglücks zu spenden.
Die Kontodaten lauten:

Stichwort „Severin"
Konto: 190 319 0419
Bankleitzahl: 370 501 98
Sparkasse KölnBonn



Zitat

Ausstellung: Roots & Culture

Im Zentrum der Ausstellung werden 30 ausgewählte Fotografien unserer Gruppe stehen, die den Alltag und unser Selbstverständnis darstellen. Neben den Fotos könnt Ihr einige selbstgefertigte Fahnen, Doppelhalter und Kleidungsstücke sehen.

Ein weiterer Fokus wird auf die von der WH selbst gestalteten und finanzierten Choreographien gelegt. Choreographien sind wohl das bekannteste Ausdrucksmittel einer Ultrà-Gruppierung – weniger bekannt ist der damit verbundene ehrenamtliche Aufwand, dessen Hintergründe dort in Form von Fotos, Texten und einem Video erläutert werden sollen.

Fotos // Streetart // Video-Installationen

Freitag 27. März 2009 // 20.00 Uhr

Galerie Wonderland // Bonner Straße 242 // 50968 Köln

Eintritt frei



Zitat

Vortrag und Diskussion: Rechter Lifestyle im Fußball
Vom Umgang mit Thor Steinar und anderen
Marken der extremen Rechten

Rechter Lifestyle ist ein eigener Markt geworden. Geschäftsleute aus der extremen Rechten haben weit uber 100 Modemarken beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet, kleiden damit die Szene von Kopf bis Fuß ein. Ihre Zielgruppe sind seit Jahren auch Fußballfans. Die Kleidungsmarken transportieren zum Teil offene politische Botschaften und eindeutige Symbole. Häufig sind sie jedoch codiert oder sie verzichten ganz auf politische Anspielungen und dienen ausschließlich kommerziellen Interessen. Besonders im Blickfeld stehen die Produktlinien der Marke Thor Steinar, die ihren Machern jährlich Millionenumsätze einbringen und das Paradebeispiel sind, wie sich der rechte Chic heute in Mainstream und Popkultur eingerichtet hat. Auch wenn Köln keine Hochburg neonazistischer Gewalt ist, tauchen Marken wie Thor Steinar und andere im Stadion ebenfalls auf. Der Vortrag von Michael Weiss vom apabiz (antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.v.) gibt einen Überblick uber rechte und neonazistische Modemarken, die Fußballfans bedienen und erklärt die Codierungen, mit denen rechte Politik in die Stadien getragen wird. Anschließend soll mit unterschiedlichen Akteuren der Fußballszene diskutiert werden, wie Gegenstrategien vor Ort aussehen können.

An der Podiumsdiskussion nehmen teil:
Michael Weiss (apabiz)
Rainer Mendel (Fanbeauftragter 1. FC Köln)
Udo Litjens (Sicherheitsbeauftragter 1. FC Köln)

sowie Vertreter von:
Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V.
Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e.V.
Wilde Horde

Moderation:
Michael Trippel


28. Januar 2009
19.00 Uhr (bis ca. 21.30 Uhr)
„Treffer“ im
Müngersdorfer Stadion
(Nordkurve)


Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und eine lebendige Diskussion!



Zitat

Wie schon in der letzten Ausgabe des Schwaadlappe, so wollen wir nun auch auf unserer Homepage den Aufruf des Bündnisses gegen den Anti-Islamisierungskongress von „pro Köln“ (20. September 2008 auf dem Heumarkt) dokumentieren und Euch zeitgleich über geplante Aktionen in diesem Zusammenhang informieren.

Was das alles mit unserer Kurve oder unserem FC zu tun hat, mag sich der eine oder andere Leser jetzt fragen. In unseren Augen lässt sich das Geschehen im Stadion nicht von der Gesellschaft und den darin ablaufenden Prozessen trennen. Rassismus ist bis heute weder aus den Stadien noch aus unserer Gesellschaft verbannt und zeigt uns immer wieder sein hässliches Gesicht. Im Stadion als Mikrokosmos dieser Gesellschaft haben wir die Chance und auch die Verantwortung, rassistischen Tendenzen entgegenzuwirken und unseren Beitrag für eine von Toleranz geprägte Gesellschaft frei von Fremdenfeindlichkeit zu leisten. Dieser Verantwortung wird sich unsere Gruppe sowie auch die aktive Fanszene zunehmend bewusst. So gehört antirassistisches Engagement zu den erklärten Zielen der Wilden Horde und des Dachverbands der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln.

Als sich in den vergangenen Monaten ein breites Bündnis gegen den geplanten Kongress zu formieren begann, entschied sich der Dachverband, einen gemeinsamen Aufruf von vielen verschiedenen Organisationen zu unterschreiben und die Aktionen gegen den Kongress zu unterstützen. Hierbei geht es explizit nicht um eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Islam oder dem Moschee-Bau in Ehrenfeld im Speziellen, sondern um die allgemeine Aussage, dass es in Köln keinen Platz für Rassisten gibt. Im Folgenden könnt Ihr den gemeinsamen Aufruf hier lesen.

Beteiligt euch an Massenblockaden rund um den Kongressort!
Sie kommen nicht durch!

Weitere Gedanken und Aktionen rund um den RassistInnenkongress:

Der Dachverband der aktiven Fanclubs des 1. FC Köln e.V. und die Wilde Horde 1996 unterstützen diesen Aufruf, engagieren sich aktiv bei der Arbeit gegen diese Veranstaltung und rufen alle Mitglieder und FC-Fans zu einem friedvollen, aber aussagekräftigen Zeichen gegen jede Form von Rassismus in unserer Stadt (und anderswo) auf!

Natürlich ist uns klar, dass wir am Haupttag der Veranstaltung, also am Samstag, dem 20.09.2008, in Bielefeld beim Auswärtsspiel unseres 1. FC Köln sein werden, doch gibt es sicherlich auch Menschen, denen ein Besuch dieses Spiel aus den unterschiedlichsten Gründen nicht möglich sein wird und die sich an den Blockaden beteiligen können. Für alle Bielefeldfahrer besteht aber natürlich die Möglichkeit, sich an den Aktionen am Freitag und am Sonntag zu beteiligen und sich am Samstagmorgen ebenfalls schon um 9 Uhr zu Beginn der Gegenkundgebung am Gürzenich (Gürzenichstr./Martinsstr.) einzufinden. Von dort können wir alle gemeinsam nach Bielefeld fahren, den Sieg unserer Mannschaft bejubeln und danach wieder zu den in Köln Verbliebenen zurückkehren, um diese erneut zu unterstützen und die Rassisten aus unserer geliebten Stadt zu vertreiben.

In diesem Rahmen wollen wir uns allerdings nicht „nur“ gegen etwas wenden, sondern auch mit einer eigenen positiven Aktion ein klares Zeichen für Vielfalt und Toleranz in Köln und überall setzen. Daher veranstalten wir mit unserem Bündnis „EINS:NULL – Kultur gegen Rassismus“ am morgigen Sonntag, dem 14. September 2008, ein Fußballturnier auf den Vorwiesen des Müngersdorfer Stadions. Beginn der Veranstaltung ist 14 Uhr. Es wird auf mehreren Kleinfeldern ein Turnier für Erwachsene und ein Turnier für Kinder & Jugendliche geben, bei denen aus Spaß an der Freude miteinander gekickt wird. Auf einem „normalen“ Feld werden parallel zwei Meisterschaftsspiele der bunten Liga ausgetragen. Den ganzen Tag über wird es verschiedene Infostände, Ausstellungen und Vorträge zum Thema Rassismus geben. Hierbei wird das Augenmerk natürlich auf den eine Woche später stattfindenden „Anti-Islamierungskongress“ von „pro Köln“ gelegt.

Beteilige auch Du Dich an unserem Turnier und setz mit uns ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz und gegen die rassistischen Hetzkampagnen von „pro Köln“. Köln ist eine weltoffene und multikulturelle Stadt und wir alle müssen dafür sorgen, dass unsere Stadt diesem Status auch in Zukunft noch gerecht werden wird. Gerade der Fußball vermag Brücken zu schlagen und verbindet die Menschen über alle möglichen Grenzen hinweg. Lasst uns gemeinsam am 14. September ein Fußball-Fest zelebrieren und damit aktiv gegen das rassistische Gedankengut der selbsternannten Bürgerbewegung und aller anderen rechten Strömungen vorgehen! Wir freuen uns über alle Besucher und wünschen uns einen produktiven Tag in angenehmer Fußballatmosphäre. Köln ist und bleibt unsere Stadt. Sie bietet keinen Platz für Rassisten und Nazis, egal aus welchem Lager. Es ist wieder an der Zeit, dass sich unsere ganze Stadt erhebt und NEIN sagt. Genau wie damals, am 09. November 1992, als sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz versammelten, um sich bei dem Konzert der Bewegung „Arsch huh, Zäng ussenander“ klar gegen Rassismus und Neonazis zu positionieren und um zu zeigen, welchen Charakter unsere Stadt wirklich hat. Hieran gilt es anzuknüpfen – am 20. September und im Alltag unserer Stadt. NEIN zu Rassismus und Fremdenfeindlichkeit! NEIN zu „pro Köln“ und ihrer rassistischen Hetze! JA zu Köln! JA zu Weltoffenheit, Toleranz und einem friedvollen Miteinander in der schönsten Stadt der Welt! Gegen Nazis – Für Köln!

Termine:
Fussballturnier: 14.09.08, 14 Uhr, Vorwiesen des Müngersdorfer Stadions
Gegenkundgebung: 20.9., 9 Uhr, Gürzenich (Gürzenichstraße/Martinstraße)

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

15

Donnerstag, 19. März 2009, 13:11

Nürnberg:

Rot-Schwarze Hilfe http://www.photovida.net/rsh/joomla/

Zitat

Die Nürnberger Fanszene muss sich gemeinsam gegen staatliche Repression und Stadionverbote zu Wehr setzen! Unter dem Dach der Rot-Schwarzen Hilfe sammeln sich erstmals Glubberer aller Strömungen um Gegenaktivitäten zu organisieren. Mitgliedschaft in der Rot-Schwarzen Hilfe Die Rot-Schwarze Hilfe beschränkt sich nicht nur auf symbolische Aktionen oder Proteste auf der Straße und im Stadion, sondern will direkt Hilfe bieten, wo sie benötigt wird: Sowohl als Anlaufstelle für ratsuchende Fans in Problemlagen als auch als Unterstützer bei finanziellen Krisen, die durch Prozesskosten entstehen. Durch präventive Arbeit soll gesichert werden, dass jeder Glubbfan seine Rechte als freier Bürger kennt und sich nicht unbeabsichtigt durch z.B. übereilte Aussagen gegenüber der Polizei in größere Probleme manövriert.

Zudem braucht es eine vermehrte Öffentlichkeitsarbeit um die vorherrschende Bild von Fußballfans als potentielle Verbrecher in den Köpfen der Gesellschaft zu korrigieren. Hier will die Rot-Schwarze Hilfe bestehende Kompetenzen bündeln um eine vernünftige Pressearbeit zu bewerkstelligen.

Im Im Mittelpunkt der Rot-Schwarzen Hilfe steht der Solidaritätsgedanke!

Nur wer selbst bereit ist, anderen zu helfen, kann umgekehrt verlangen, dass ihm geholfen wird!

Kein aktiver Fußballfan lebt mehr in einer heilen Welt. Jeder kann Opfer des übertriebenen Sicherheitssystems werden. Eine Anklageschrift mit unwahren oder überzogenen Vorwürfen hat man schneller im Briefkasten als man es sich vorstellen kann. Stadionverbote werden in Deutschland beinahe inflationär ausgesprochen, teilweise sogar ohne durch polizeiliche Ermittlungsverfahren gestützten Tatverdacht.

Jeder kennt Glubbfans, die sich mit der Justiz auseinander setzen müssen oder durch ein bundesweites Stadionverbot von den Spielen des 1.FCN ausgeschlossen sind. Diese Personen stehen teilweise vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie brauchen die solidarische Hilfe von uns allen.

Deshalb solltest auch DU die Rot-Schwarze Hilfe unterstützen. Denn vergesse nicht: Auch dich kann es als nächstes erwischen...!

Alle Infos zur Rot-Schwarzen Hilfe sowie das Anmeldeformular kannnst du HIER herunterladen.



Babelsberg: http://www.fussballfans-beobachten-polizei.de/

Zitat

Bei ausgewählten Spielen werden die Fans durch Anwälte begleitet, welche das Verhalten der Polizei und der Ordnungskräfte gegenüber den Fans beobachten. Die Spiele werden in einem kleinen Kreis festgelegt und erst durch die Veröffentlichung der Berichte bekannt gegeben.
Die Anwälte sollten bei den Spiele insbesondere folgende Punkte beobachten:

* War der Polizeieinsatz in allen Teilen verhältnismäßig?
* Waren die Polizeimaßnahmen für die Fans nachvollziebar, wurden sie angekündigt und erläutert?
* War der Umgang respektvoll? Stellten sich die Beamten vor? Wurden Fans ungewollt geduzt?
* Wurde gegenüber Jugendlichen sozial sensibel reagiert?
* War das Polizeiaufgebot angemessen oder übertrieben?
* Waren Polizeischikanen ohne Grund zu beobachten?

Diese Fragen beziehen sich in erster Linie auf die Polizei, allerdings soll auch das Verhalten der Ordnungskräfte nich völlig außer acht gelassen werden.

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

Kamikaze

RWO-Supporter

Beiträge: 15 361

Wohnort: Alstaden a.d. Ruhr

Beruf: Student + Tifoso & Mafioso

  • Nachricht senden

16

Donnerstag, 19. März 2009, 19:54

Schalke: 119 Stadionverbote gegen Dortmunder Fans

Die Verantwortlichen des FC Schalke 04 haben einem Bericht des Reviersport zufolge in den vergangenen Tagen Ankündigungen eines Stadionverbots an 121 Personen verschickt. 119 davon sollen angeblich an Fans des Revierrivalen Borussia Dortmund gehen.

(...)

>>mehr<<
www.stadionwelt.de


Zitat


121 Fußballfans bekommen in den kommenden Tagen Post vom FC Schalke 04. Inhalt der Schreiben: Ein bundesweites Stadionverbot für drei Jahre. Das ist die unrühmliche Bilanz aus dem letzten Derby vom 20. Februar.


119 Ausschlüsse richten sich gegen die Anhänger von Borussia Dortmund, die im Vorfeld des Spiels vor und auf dem Gelände der Arena in Gelsenkirchen als Gruppe randaliert haben sollen und vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen wurden.

Gegen diese Personen wird nun ein Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft Essen eingeleitet. "Das ist das Ergebnis der Ermittlungen der Polizei und unserer Umsetzung der Stadionverbotsrichtlinien", bestätigt Schalkes Sicherheitschef Volker Fürderer auf RS-Anfrage.

Über das durchgängige Strafmaß von drei Jahren habe Schalke "in Eigenregie" entschieden, erklärte der Technische Leiter der Veltins-Arena. Jedoch sei der BVB laut Fürderer "zu jeder Zeit über den Verfahrensstand in Kenntnis gesetzt worden".

Die Info über das Verhängen der Stadionverbote gegen die Anhänger ging am Dienstag an den Reviernachbarn. "Die Umsetzung der Stadionverbote gegen die Borussen-Anhänger werden wir zunächst nicht nach Dortmund abgegeben. Das war zuletzt auch in einigen umgekehrten Fällen Praxis. Wir werden allerdings die Vertreter aus Dortmund informieren, sollten wir neue Erkenntnisse erhalten", erklärt Fürderer.



http://www.reviersport.de/77869---fan-sc…aenger-aus.html
~~> Für immer RWO!!! <~~
]

Kamikaze

RWO-Supporter

Beiträge: 15 361

Wohnort: Alstaden a.d. Ruhr

Beruf: Student + Tifoso & Mafioso

  • Nachricht senden

17

Donnerstag, 19. März 2009, 19:56

19.03.2009 - Chemnitzer FC

„Rackern für den Club – Fans packen an“

Bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Sanierung und Modernisierung des Stadions an der Gellerstraße ist der Chemnitzer FC neben den offiziellen Fördergeldern auch auf die tatkräftige Unterstützung seines Umfeldes, Partner und Fans, angewiesen.

In diesem Zusammenhang bittet der Verein seine Fans um tatkräftige Hilfe (...)
>>weiterlesen<<

www.stadionwelt.de
~~> Für immer RWO!!! <~~
]

Matze

Malocher

  • »Matze« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 333

Wohnort: Oberhausen Sterkrade

Beruf: Veterinärtheologe

  • Nachricht senden

18

Donnerstag, 19. März 2009, 21:49

Zitat

Stellungnahme der WANDERERS BREMEN zu den Vorkommnissen beim Europapokalspiel in St. Etienne am 18.03.2009

Beim Europapokalspiel in St. Etienne wurde unsere Mannschaft gebührend gefeiert und unterstützt. Zum Einlauf der Mannschaft machten wir (WANDERERS BREMEN) eine Kurvenshow anlässlich des 110. Jubiläums unseres geliebten Sportvereins.

Zum ersten Tor unserer Elf wurde, wie in Ländern wie Frankreich üblich, die ausgelassene Stimmung und die Emotionen mit Bengalischen Lichtern untermalt (Auch auf den Tribünen der Heimfans wurden Bengal-Fackeln gezündet). Leider fielen bei dieser Aktion 2-3 Personen mehr als aus dem Rahmen. Es wurde eine Leuchtrakete in den Heimbereich geschossen und eine Bengal-Fackel auf das Spielfeld geworfen. Wir möchten an dieser Stelle klarstellen, dass unsere Gruppe diese Art von Pyro-Einsatz verurteilt, und wir solch ein Verhalten in keinster Weise tolerieren. Weiter möchten wir klarstellen, dass der Abschuss der Rakete nicht von einer der anwesenden Ultragruppen kam.

Wir möchten auch die anderen Bremer Ultra-Gruppen in Schutz nehmen. Auch diese distanzieren sich von solch einem Verhalten. Sofort nach dem Vorfall setzten sich Mitglieder unserer Gruppe in Bewegung, um die Situation aufzuklären. Weiter setzten wir uns sofort mit anwesenden Mitgliedern des Bremer Fanprojekt, unserem Fanbeafutragten und anwesenden Fanclubs auseinander. Diese konnten glücklicherweise bestätigen, dass die Rakete nicht aus dem Bereich der Ultras gekommen war. Wir werden nun weiter intensiv daran arbeiten, diesen Vorfall und den der geworfenen Fackel innerhalb unserer Fanszene aufzuklären und entschlossen dagegen vorgehen. Dass der Fackelwurf aus Kreisen der anwesenden Ultragruppen kam, kann dank intensiver interner Gespräche schon heute so gut wie ausgeschlossen werden. Diese Aktionen gingen entschieden zu weit. Wäre es beim üblichen Abbrennen von Bengal-Fackeln (Bengalos) geblieben, wäre wohl nie in dem Maße darüber berichtet worden. Die Verursacher haben die Spieler auf dem Platz und nochmehr die Heimfans gefährdet und somit auch, wegen einer zu erwartenden Reaktion der Heimfans, die abreisenden Bremer Fans. Es gab weder beim Hinspiel in Bremen, noch am gestrigen Tag, Auseinandersetzungen mit den Fans von St. Etienne.

Schlussendlich bleibt zu sagen, dass das Abbrennen von Bengal-Fackeln noch längst keine „Randale“, sondern vielmehr eine Jahrzehnte alte Form von Emotionen in Fanblöcken weltweit ist. Das Abschießen bzw. das Werfen von Feuerwerk auf Menschen oder Spielfeld ist hingegen für uns unentschuldbar und schlicht und einfach dumm. Die Gefahr für Leib uns Seele ist dabei nicht kontrollierbar. Diesem eigenen Kodex unterliegt die gesamte Bremer Ultraszene bereits seit Jahren und wird dies auch weiterhin tun. Bei den durch das Abfeuern der Rakete gefährdeten Fans von St. Etienne wurde sich bereits entschuldigt. Gott sei Dank ist hier Schlimmeres ausgeblieben.

WANDERERS BREMEN, 19.03.09


Quelle: http://wanderers-bremen.de/

Zivilcourage darf erst Recht vor Uniformen nicht Halt machen.
(Peter E. Schumacher)


Mäßigkeit ist verhängnisvoll; nichts hat so viel Erfolg wie das Übermaß.
(Oscar wilde)

19

Freitag, 20. März 2009, 07:06

http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotost…oArticle=614387 im bezug auf

Stern

AS Saint - Etienne - Werder Bremen

Der Stern nennt die kleine Pyroaktion unter anderem als kriegsähnlichen Zustand , die Bild sogar Krawalle und Ausschreitungen.

Stern

[...] Das entschuldigt nicht, dass einige Bremer Chaoten während des Uefa-Cup-Spiels des SV Werder beim AS St. Etienne (2:2) im Stade Geoffroy-Guichard teilweise kriegsähnliche Zustände ausriefen. [...]

Rot-Weißer

unregistriert

20

Sonntag, 22. März 2009, 20:59

Schwere Übergriffe von Polizei in Bielefeld

Liebe VfL-Fans,

Nach dem gestrigen Spiel in Bielefeld kam es zu massiven Übergriffen der Polizei auf VfL-Fans, in deren Folge ein Fan verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Ihm geht es zum Glück bereits wieder besser. Nach einer Nacht im Krankenhaus darf er heute am späten Nachmittag nach Hause zurückkehren. Man kann von Glück reden, dass er keine extrem schweren Verletzungen davon getragen hat. Bleiben werden die schrecklichen Erinnerungen, die jeder, der in dieser Situation dabei war, sein Leben lang nicht vergessen wird. In der nächsten Woche wird es erst einmal darum gehen, das Geschehene aufzuarbeiten, da jeder, der gestern dabei war, absolut geschockt ist. Wir empfinden tiefe Leere angesichts dessen, wie solch ein Tag enden kann.
Ein „weiter so“ kommt für uns zunächst nicht in Frage. Wer dazu beitragen kann, das Geschehen durch Zeugenaussagen oder eventuell vorhandene Bilder und Videos aufzuklären, den bitten wir, sich am Mittwoch um 17 Uhr zum Stammtisch im Nordkurvensaal einzufinden. Der Nordkurvensaal wird ab 16 Uhr bis etwa 20 Uhr geöffnet und besetzt sein, wer an diesem Tag keine Zeit hat, möge sich beim Fanprojekt melden.
Des Weiteren wird die für den 29. März organisierte Fahrt nach Magdeburg zum Spiel der Amateure gegen den 1. FC Magdeburg abgesagt.
Darüber hinaus bitten wir Euch, Euch erst einmal in Geduld zu üben. Das gestrige Geschehen wird im Laufe der nächsten Wochen noch klar und deutlich dargelegt und über das weitere Vorgehen unsererseits informiert werden.

Grün-weiße Grüße

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rot-Weißer« (22. März 2009, 21:00)


Thema bewerten