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Samstag, 26. August 2006, 09:52

Europa-League allgemein

alles zum uefa cup könnte man hierrein packen, ich fang mal an:

Eintracht gegen Bröndby
Nach der Auslosung für die Champions League am Donnerstag ging am Freitagmittag in Monaco auch die Ziehung der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde über die Bühne. Vierzig Partien mussten ermittelt werden, vier Bundesligisten waren beteiligt. Die Berliner Hertha tritt dabei zunächst zu Hause gegen Odense BK an, Schalke 04 empfängt Nancy aus Frankreich, Frankfurt trifft auf Bröndby IF, Leverkusen muss nach Sion in die Schweiz.

Keine leichten, aber doch machbare Lose, das Tor zur lukrativen Gruppenphase steht dem Quartett also durchweg offen. Die Berliner Hertha muss dabei dieses Mal nicht so weit reisen wie noch in der Qualifikation, als sich die Mannschaft von Trainer Falko Götz am Donnerstagabend durch ein 2:2 bei Ameri Tiflis in die erste Hauptrunde zitterte, nachdem die Berliner gegen die Georgier das Hinspiel mit 1:0 gewonnen hatten. Odense, Dritter in der vergangenen Saison in Dänemark, ist derzeit Siebter in der heimischen "SAS Ligaen". "Das Los ist sowohl in sportlicher als auch in finanzieller Sicht interessant", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß: "Der Gegner ist attraktiv, war aber sicher nicht das schwerste Los im Topf." Falko Götz schätzt den Kontrahenten stark ein: "Da werden wir uns strecken müssen, aber das ist mir ganz recht so." Im Vorjahr schied die Hertha nach Überstehen der Gruppenphase in der Zwischenrunde gegen Rapid Bukarest aus (0:1/0:2).

Dänisch wird's auch für die Frankfurter Eintracht, die nach über zehnjähriger Abwesenheit gegen Bröndby IF antreten muss. Der dänische Vizemeister - in den vergangenen 20 Jahren zehn Mal Meister - belegt auch momentan hinter Aalborg BK den zweiten Rang in der nationalen Meisterschaft. 1990/91 schalteten die Dänen die Eintracht im UEFA-Pokal aus (5:0, 1:4). Da die Funkel-Elf ungesetzt war, hätte es durchaus noch schlimmer kommen können, lauerten mit dem tschechischen Meister Slovan Liberec, dem RC Lens aus Frankreich sowie dem FC Parma (Italien) doch dickere Brocken im Topf. So ist das Erreichen der Gruppenphase durchaus möglich. Die Hessen, UEFA-Cup-Sieger von 1980, hätten zunächst auswärts antreten müssen, tauschten jedoch in Absprache mit den Dänen die Reihenfolge und starten nun zu Hause am Main.

Der FC Schalke 04 will seinerseits gegen den französischen Erstligisten AS Nancy (derzeit Fünfter) weiterkommen, das den Ligapokal gewonnen hatte. Die "Königsblauen", Sieger im UEFA-Cup im Jahr 1997, tragen das erste Spiel gegen den Platini-Klub zu Hause an. In der Vorsaison scheiterten der Traditionsklub aus Gelsenkirchen im Halbfinale am späteren Titelgewinner FC Sevilla (0:0, 0:1).

Bayer Leverkusen schließlich reist zum Schweizer Erstligisten FC Sion (Meister 1992 und 1997). Der Aufsteiger aus dem Wallis, dort spielt inzwischen der Ex-Nürnberger Chedli, gewann den Pokal in seiner Heimat und ist gegen den UEFA-Cup-Sieger von 1988 nur "Underdog". Im Vorjahr zog Bayer jedoch überraschend in der ersten Hauptrunde gegen ZSKA Sofia den Kürzeren und drüfte gewarnt sein (0:1/0:1). "Ich bin zufrieden mit dem Los. Es ist gut, dass wir zuerst auswärts antreten. Die Schweizer sind in ihrer Liga gut gestartet und sind sicherlich zu beachten. Aber insgesamt denke ich, es ist eine machbare Aufgabe", stufte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser das Los ein.

Für Titelverteidiger FC Sevilla mit dem deutschen Profi Andreas Hinkel in seinen Reihen könnte es sicherlich auch zu einem relativ leichten Aufgalopp kommen. Beim griechischen Erstligisten Atromitos Halkidona sind die Andalusier, denen sich auch der Ex-Schalker Christian Poulsen angeschlossen hat, klar favorisiert. Ein schweres Los bekam RB Salzburg zugesprochen. Die Trapattoni-Elf, in der CL-Qualifikation an Valencia gescheitert, empfängt zunächst den englischen Ex-Meister Blackburn Rovers im heimischen EM-Stadion. Weitere interessante Erstrundenpaarungen: West Ham United misst sich mit US Palermo, die Tottenham Hotspurs mit Dimitar Berbatov müssen zu Slavia Prag, Dinamo Zagreb - Klub des derzeit verletzten deutschen Nationalspieler Jens Nowotny, hat den AJ Auxerre vor der Brust.

Nach der 1. Hauptrunde werden die 40 siegreichen Mannschaften in acht Fünfergruppen aufgeteilt, in denen sich die ersten drei jeweils durchsetzen. Zu diesen 24 Mannschaften stoßen in der "Zwischenrunde" die acht Vereine, die die Gruppenphase der Champions League als jeweils Dritte beenden. Das Finale steigt am 16. Mai im Glasgower Hampden Park.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 22:49

Starke Dänen bieten Hertha Paroli

Nach zwei unterhaltsamen Halbzeiten trennen sich die Hertha und Odense mit einem gerechten 2:2. Die Dänen präsentierten sich den Hauptstädtern durchaus ebenbürtig und hatten über 90 Minuten gesehen sogar die besseren Möglichkeiten.

Hertha-Coach Falko Götz änderte sein Team im Vergleich zum knappen 1:0-Auswärtserfolg n.V. beim Regionalligisten Darmstadt 98 auf zwei Positionen: Chahed und Boateng rotierten in die erste Elf, für sie mussten der Ungar Dardai sowie Ebert weichen.

Die vom Briten Bruce Rioch trainierten Gäste aus Odense schlossen die vergangene Spielzeit in der dänischen "SAS Ligaen" auf dem dritten Tabellenplatz ab und mussten sich somit erst über den UI-Cup qualifizieren. Einziger Akteur mit Vergangenheit im deutschen Fußball ist Stürmer Kim Christensen, der von 2001 bis 2003 für den Hamburger SV auf Torejagd ging (zwölf Partien/ ein Treffer). Allerdings war der Neuzugang von Bröndby IF nicht spielberechtigt, da er bereits für seinen Ex-Club die UEFA-Cup-Qualifikation bestritten hatte.

Die europäische Spielzeit 2006/07 begann für die Hertha denkbar schlecht: Odenses Borre setzte sich auf der linken Seite durch und flankte in den Berliner Strafraum, wo Simunic an den Ball kam und aus sechs Metern völlig unbedrängt zur frühen Gästeführung ins eigene Tor vollstreckte (7.). Zwar hatte Gilberto nach dem Blackout des Kroaten quasi im Gegenzug die Chance zum schnellen Ausgleich, Onyszko im Gästetor klärte beim Fernschuss des brasilianischen Nationalspielers jedoch glänzend (10.).

Danach kam von der Hertha nicht mehr viel. Odense diktierte nun das Geschehen und agierte aus einer grundsoliden Defensive mit der Führung im Rücken durchaus ansprechend. Hansens Hammer aus 25 Metern (13.), spätestens jedoch die Doppelchance durch Grahn und Bechara Oliveira (18.) hätten eigentlich das zweite Tor für die Skandinavier bringen müssen. Ein Schuss Bastürks von der Strafraumgrenze (16.) sowie Pantelics zu hoher Abschluss aus 18 Metern (26.) waren die einzigen Möglichkeiten für zu pomadige Hauptstädter, die sich von den Gästen in dieser Phase ohne Not den Schneid abkaufen ließen.

Sieben Minuten vor dem Seitenwechsel jubelte dann dennoch die "Alte Dame", und wie schon bei Odenses Führung entsprang auch dieses Tor einem Vorstoß auf der rechten Seite. Boateng bediente Friedrich, der sich auf dem Flügel in seiner ersten offensiven Aktion schön bis an die Grundlinie durchtankte und mustergültig Gimenez im Fünfmeterraum bediente. Der Argentinier hatte aus kurzer Distanz keine Probleme, mit seinem ersten Europapokaltor für die Berliner zum Ausgleich, der gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand war, einzuschieben (38.).

So schlecht der erste Durchgang für die Hertha begonnen hatte, so glücklich starteten die Berliner in die zweite Hälfte: Nicht einmal fünf Minuten waren vergangen, da nahm sich Boateng aus 22 Metern ein Herz und wuchtete das Spielgerät unhaltbar für Odenses polnischen Keeper Onyszko neben den rechten Pfosten in die Maschen (50.). Fathi hatte zuvor tolle Übersicht bewiesen und den Hertha-Youngster glänzend bedient.

Die Dänen zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Ihr schwedischer Regisseur Grahn nahm sich das Leder und legte von der rechten Seite in den Strafraum. Dort trat Timm zwar über den Ball, sein brasilianischer Mannschaftskamerad Bechara Oliveira machte es jedoch besser und schob von der Strafraumgrenze überlegt zum postwendenden Ausgleich ein (53.).

Nach den beiden schnellen Toren verflachte die Partie dann etwas. Timm hätte um ein Haar die Unachtsamkeit in der Berliner Hintermannschaft zur wiederholten Gästeführung nutzen können (60.), nur zwei Minuten später bot sich dann Boateng die Chance auf seinen zweiten Treffer. Allerdings hatte Odenses Onyszko geschickt den Winkel verkürzt und so traf der Schütze des zweiten Berliner Tores lediglich das Außennetz.

Die Gastgeber versuchten es weiter, zwingende Möglichkeiten ergaben sich allerdings nicht mehr. Lediglich ein Kopfball des eingewechselten Okoronkwo (76.) sowie ein Schuss Boatengs auf das kurze Eck (78.) strahlten ansatzweise Torgefahr aus, richtig zwingend waren diese Möglichkeiten dennoch nicht. Die Gäste aus Odense indes schalteten zum Ende hin merklich einen Gang zurück, gerade in den letzten 20 Minuten schienen die Dänen mit ihren Kräften doch am Ende.

So blieb es letzten Endes beim verdienten 2:2. Odense kann sich ob der erzielten beiden Auswärtstore glücklich schätzen, denn unter diesen Umständen wird die Hertha im Rückspiel am 28. September gewinnen oder zumindest ein Unentschieden mit drei oder mehr Treffern einfahren müssen.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 22:51

Last-Minute-Sieg für Schalke

Der FC Schalke 04 musste im Hinspiel der 1. Runde im UEFA-Pokal viel Geduld beweisen, um sich mit 1:0 gegen den AS Nancy durchzusetzen. Erst in den Schlussminuten kamen die über weite Strecken enttäuschenden "Königsblauen" gegen harmlose Franzosen zum Sieg. Der eingewechselte Larsen erzielte den befreienden Siegtreffer, durch den sich Schalke eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen erarbeitete.

Gegenüber dem 9:1-Kantersieg im DFB-Pokal bei Hansa Rostock II gab es im Team von Trainer Mirko Slomka zwei Umstellungen: Rodriguez und Bajramovic spielten für Abel und Krstajic (Rot-Sperre). Beim Gegner AS Nancy fehlte der etatmäßige Keeper Bracigliano (Knöchelverletzung), der durch Sorin ersetzt wurde. Kim und Zerka spielten im Sturm, Curbelo saß zunächst nur auf der Bank.

Schalke begann druckvoll und kam in der Anfangsphase besonders über die rechte Seite (Asamoah) zu guten Aktionen. Zählbares wollte allerdings noch nicht herausspringen.

In der Folgezeit erarbeitete sich Schalke ein optisches Übergewicht. Nancy erwartete meistens erst am eigenen Strafraum die Angriffe des Bundesligisten. Lediglich Kim besetzte bei Ballbesitz der Schalker die Offensive, Zerka ließ sich mit zurückfallen. Dadurch machte der französische Ligapokalsieger die Räume eng und ließ Schalke nur wenig Platz zum Kombinieren.

Schalke tat sich gegen diese Defensivtaktik sehr schwer. Die drei Angreifer Lövenkrands, Kuranyi und Asamoah waren bei ihren Gegenspielern in guten Händen. So fand das Mittelfeld, das sehr pomadig agierte und keine Impulse setzten konnte, nur selten eine Anspielstation. Das Geschehen spielte sich meistens zwischen Mittellinie und dem Nancy-Strafraum ab, dort war aber dann Endstation für die Slomka-Elf. So dauerte es bis zur 43. Minute (!), ehe Asamoah die erste Torchance bekam. Der Nationalspieler bekam nach Bajramovic-Vorlage den Ball aber nicht unter Kontrolle. Wenig später verfehlte Kuranyi per Kopf nur knapp das Tor (45.).

Die Franzosen wagten sich in den ersten 45 Minuten nur selten nach vorne. Und wenn, dann entstand keinerlei Gefahr für das Tor von Keeper Frank Rost.

Schalke 04 hatte gleich nach Wiederanpfiff zwei gute Möglichkeiten, doch Bajramovic und Lövenkrands vergaben fast schon kläglich.

Danach aber öffnete Nancy etwas seinen Deckungsverbund und suchte verstärkt den Weg Richtung Schalker Tor. Das Spiel war dadurch deutlich abwechslungsreicher als noch in Hälfte eins.

Chancen ergaben sich für Schalke aber nur aus Standardsituationen: Bordons wuchtiger Freistoß aus rund 25 Metern strich nur um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei (61.), wenig später verpassten der Brasilianer und Kuranyi eine Freistoß-Flanke von Lincoln (65.).

Mitte der zweiten Halbzeit brachte dann Slomka zwei frische Offensivkräfte: Halil Altintop ersetzte Asamoah (63.), wenig später kam Larsen für Lövenkrands (72.).

Doch die Maßnahmen brachten zunächst nicht den gewünschten Erfolg. Zwar war Schalke das Bemühen nicht abzusprechen, doch die Aktionen wirkten alles andere als durchdacht. So konnten die Franzosen die Angriffe der "Knappen" immer wieder unterbinden.

Fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit unterlief dem bis dato souveränen Innenverteidiger Diakhate der entscheidende Fehler. Der Senegalese verschätzte sich bei einer Kuranyi-Flanke und Larsen wuchtete den Ball vehement mit dem Kopf zum Siegtor für Schalke ins Netz.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 22:53

Sion trotzt Bayer Remis ab

Bayer Leverkusen holt beim FC Sion nur ein dürftiges 0:0. Dabei enttäuschte die Werkself vor allem in der ersten Hälfte. Nach dem Seitenwechsel hätten Freier und auch Barbarez zum glücklichen Sieg treffen können, Sions Vailati und der Pfosten retteten jedoch das Remis für die Eidgenossen.

Beim FC Sion läuft es sportlich derzeit blendend: Nachdem die Walliser im Sommer - damals noch als Zweitligist - den schweizerischen Pokal gewonnen und sich somit für den UEFA-Cup qualifiziert haben, stehen sie nun als Aufsteiger nach sieben Spieltagen an der Tabellenspitze der Super League. Im vom Argentinier Nestor Clausen trainierten Kader steht mit dem letztjährigen Nürnberger Chedli auch ein Spieler, der bereits in der Bundesliga aktiv war.

Obwohl Michael Skibbes Leverkusener sich in der 1. Runde des DFB-Pokals nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatten und beim 3:1 i.E. in Koblenz lange um den Einzug in die nächste Runde bangen mussten, nahm der Bayer-Coach nur einen Wechsel in seiner ersten Elf vor: Der Schweizer Schwegler rückte ins Team, für ihn blieb Voronin draußen.

Im ersten Durchgang boten beide Teams den Zuschauern im Stade de Genève nur absolute Magerkost. Durchdachte Spielzüge fanden praktisch nicht statt, die Strafräume blieben weitgehend unberührt und beide Keeper waren bestenfalls sporadisch beschäftigt.

So muss Barnettas 14-Meter-Schuss über Vailatis Gehäuse schon zu den Highlights der ersten Halbzeit gezählt werden (28.), allerdings fehlten hier zum Torerfolg dennoch fast zwei Meter. Auch Schneiders Abschluss aus 20 Metern (30.) brachte nichts ein und so blieb es auch nach einer guten halben Stunde beim torlosen Unentschieden.

Nach 35 Minuten hätte dann eine Unachtsamkeit in der Leverkusener Defensive beinahe die Führung der Gastgeber gebracht. Reset fand mit einer gefühlvollen Flanke von der Grundlinie den völlig ungedeckten Regazzoni, zum Glück für die Werkself setzte der Schweizer Nationalspieler seinen Flugkopfball aber neben den linken Pfosten des Gästetores. Die Skibbe-Elf indes konnte ihre zweifelsfrei größere individuelle Klasse zu keinem Zeitpunkt in den ersten 45 Minuten nutzen und so kamen die Leverkusener nur noch einmal durch Barnetta zum Zuge, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Sions Vailati jedoch ohne Probleme parieren.

Der zweite Durchgang begann mit ungleich höherer Intensität. Chedlis Drehschuss aus 19 Metern zeigte den Leverkusenern sofort, dass sich die Eidgenossen nicht mit dem Unentschieden zufrieden geben wollten (48.). Sion hatte nun den großen Respekt der ersten Hälfte abgelegt und drückte in Richtung des Leverkusener Kastens. Bei der Werkself hingegen lief noch immer nur wenig zusammen. Aus dem Spiel passierte fast gar nichts, auffällig waren vor allem die ungenauen Anspiele in die Spitze, die für den Schweizer Defensivverbund zumeist leichte Beute darstellten.

Die besseren Chancen gehörten nun ganz klar der Clausen-Elf. Ein Kopfball des angolanischen WM-Teilnehmers Kali (61.) strich noch knapp über den linken oberen Winkel, bei Obradovics Gewaltschuss konnte Butt dann aber seine ganze Klasse aufbieten (65.).

Leverkusen musste in dieser zweiten Hälfte fast eine halbe Stunde warten, ehe die Rheinländer zu ihrer ersten guten Möglichkeit kamen. Freier fand sich nach feinem Dribbling plötzlich frei vor Vailati wieder, im Duell mit dem Schweizer Schlussmann versagten dem ehemaligen Bochumer dann aus kurzer Distanz jedoch die Nerven (73.). Als schließlich noch Barbarez nur eine Minute später aus 13 Metern lediglich den rechten Pfosten des gegnerischen Tores traf, wäre der Spielverlauf um ein Haar Kopf gestanden.

Leverkusen drückte nun weiter, hatte jedoch auch Glück als Schiedsrichter Malek ein fragwürdiges Einsteigen Barnettas gegen den eingewechselten Diallo im eigenen Strafraum nicht ahndete (82.). Eine Minute vor Schluss wäre die Partie dann trotzdem noch zu Gunsten des Bundesligisten gekippt: Freier narrte Bühler und zog von der rechten Strafraumgrenze ab, Vailati ließ nur prallen, doch auch Rolfes brachte den Nachschuss nicht in die Maschen (89.).

Leverkusen ist nach dem Unentschieden in der Schweiz im Rückspiel in zwei Wochen zum Siegen verdammt. Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden mit einem oder mehr Treffern stünde hingegen Sion in der nächsten Runde.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 22:56

Frankfurt feiert glänzendes Comeback

Ohne Niederlage beendete das deutsche Quartett die Hinspiele der 1. Runde im UEFA-Cup. Beim Comeback nach elfeinhalb Jahren Pause feierte EIntracht Frankfurt einen glänzenden 4:0-Sieg über Bröndby IF. Wesentlich schwerer tat sich Schalke beim 1:0 gegen Nancy. Während Bayer Leverkusen mit dem torlosen Remis beim FC Sion gut leben kann, enttäuschte Hertha beim 2:2 vor eigenem Publikum gegen Odense BK.

Nur 2:2 in Berlin
Hertha BSC kam am frühen Donnerstagabend nicht über ein 1:1 gegen den dänischen klub Odense BK hinaus. Die desolate Anfangsphase wurde durch das Eigentor von Simunic (7.) "gekrönt". In der Folgezeit hatte Berlin sogar noch Glück, dass die Dänen bei etlichen guten Chancen nicht noch höher in Führung gingen.

Erst langsam erwachte das Götz-Team aus seiner Lethargie. Hoffnung kam auf, nachdem Gimenez (38.) und Boateng mit einer herrlichen Direktabnahme aus 20 Metern (50.) das Ergebnis drehen konnte. Doch nur 180 Sekunden später nutzte Bechara Oliveira eine weitere Unaufmerksamkeit in der Hertha-Deckung und erzielte den Auslgeich.

Trotz einiger Chancen auf beiden Seiten blieb es am Ende beim 2:2. Damit stehen die Hauptstädter beim Rückspiel in zwei Wochen gehörig unter Druck.

Joker Larsen rettet Schalke
Schalke 04 hat sich mit dem 1:0 über den franzözischen Verein AS Nancy eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in zwei Wochen erarbeitet. Und dies, owbohl das Team von Trainer Mirko Slomka über weite Strecken eine schwache Leistung bot.

Im ersten Durchgang bekamen die Zuschauer in der VeltinsArena nur Magerkost geboten. Wie erwartet igelte sich der französische Ligapokalgewinner am eigenen Strafraum ein. Die behäbigen Schalker kamen mit dieser Defensivtaktik überhaupt nicht zurecht, so dass in den ersten 45 Minuten keine einzige zwingende Torchance zu bestaunen war.

Nach dem Seitenwechsel lockerte AS Nancy seinen Deckungsverbund, die Partie wurde so abwechslungsreicher. Schalke tat sich weiterhin schwer und war fast nur durch Standardsituationen gefährlich. Als alles auf ein torloses Remis hindeutete, köpfte der eingewechselte Larsen eine schöne Flanke von Kuranyi zum Siegtor ein. Durch den "Last-Minute-Treffer" haben die "Knappen" im Rückspiel nun alle Trümpfe selbst in der Hand.

Bayer erzielt Teilerfolg
Als einziger deutsche Klub musste Bayer Leverkusen am Donnerstag zunächst auswärts beim FC Sion antreten. Und die Rheinländer konnten mit dem torlosen Remis beim eidgenössischen Tabellenführer zumindest einen Teilerfolg verbuchen.

Trainer Michael Skibbe setzte im Stade de Geneve ganz auf Defensive und opferte Stürmer Voronin zu Gunsten von Schwegler, der zusammen mit Rolfes das defensive Mittelfeld bildete. Barbarez war so Alleinunterhalter im Sturm. Dementsprechend wenig Torgefahr konnte Bayer in Hälfte eins entwickeln. Allerdings brachte auch der Schweizer Cupsieger vor dem Bayer-Tor wenig zu Stande.

Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas abwechslungsreicher. Zunächst vergab der Ex-Nürnberger Chedli ein Möglichkeit (48.), auch Fernandes (61.) und Obradovic (65.) erfehlten ihr Ziel. Für Leverkusen vergaben Freier und Barbarez mit einem Pfostenschuss (74.) die größten Chancen. Das 0:0 lässt im Rückspiel für Bayer alle Möglichkeiten offen.

Glänzendes Europa-Comeback der Eintracht
Eintracht Frankfurt feierte nach elfjähriger Pause ein glänzendes Comeback auf Europas Bühnen und schlug den dänischen Rekordmeister Bröndby IF mit 4:0. Allerdings fiel in den Erfolg ein Wermutstropfen, denn Angreifer Amanatidis musste mit einer schweren Knöchelverletzung uagewechselt werden.

Das Spiel gegen Bröndby war durch etliche Härten und unschöne Aktionen geprägt. Die Entscheidung fiel in der 49. Minute. Kildentoft (Handspiel) und Howard (Rote Karte) erhielten die Rote Karte, Thurk verwandelte den Handelfmeter souverän.

Gegen neun Mann hatten die Hessen dann leichtes Spiel. Zweimal Thurk und Köhler schraubten das Ergebnis am Ende auf 4:0, so dass die Eintracht mit mehr als eineinhalb Beinen in der Gruppenphase steht.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 22:57

Thurk glänzt mit einem Hattrick

Eintracht Frankfurt hat sich mit einem 4:0 eindrucksvoll auf der europäischen Bühne zurückgemeldet. Mann des Abends war Michael Thurk, der mit einem lupenreinen Hattrick aufwarten konnte. Den Schlusspunkt setzte Köhler und verschaffte so der Funkel-Elf gegen die robust einsteigenden Dänen eine glänzende Ausgangsposition für das Erreichen der Gruppenphase.

Frankfurts Coach Friedhelm Funkel änderte sein Team gegenüber dem 2:0 im DFB-Pokal in Siegen für den Auftritt auf internationaler Ebene auf zwei Positionen. Fink kehrte nach seinem Zehenbruch ins Mittelfeld zurück und ersetzte Köhler. Auch Thurk konnte nach seinen Rückenproblemen mitwirken und verdrängte Takahara in der Offensive.

Bröndbys Trainer Rene Meulensteen bot mit Thomas Rasmussen einen Ex-Rostocker auf. Lantz, der ebenfalls für Hansa aktiv war, musste verletzt passen. Im Sturm setzte Meulensteen auf den jungen Isländer Sigurdsson.

Frankfurt begann nach elf Jahren Abstinenz auf europäischer Bühne verhalten, zog die von Trainer Friedhelm Funkel angekündigte "kontrollierte Offensive" zunächst konsequent durch. Nach einer Chance von Retov (9.), der den Ball über das Tor drosch, legte die Eintracht aber mehr und mehr den Respekt ab und ließ nach einer Streit-Ecke durch einen Kopfball von Kyrgiakos knapp über das Tor erstmals aufhorchen (12.). Weissenberger sorgte nach 19 Minuten mit einem gefährlichen Distanzschuss für Gefahr.

Bröndby agierte zu ideenlos und konnte die von Kyrgiakos gut organisierte Eintracht-Defensive nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Die Hessen dagegen hatten in Form von Thurk in der 37. Minute den Führungstreffer auf dem Fuß. Der Eintracht-Akteur spitzelte nach Kopfballvorlage von Amanatidis den Ball auf das Tor, doch Ankergren vereitelte das 1:0. Bröndby übertrieb in der Folge den Einsatz, Amanatidis musste so nach einer rüden Attacke von Spelmann verletzt vom Feld und wurde von Takahara ersetzt.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Streit kam im Strafraum an den Ball und bugsierte ihn Richtung Bröndby-Tor. Kildentoft wehrte mit der Hand ab. Schiedsrichter Styles zögerte nicht, zeigte auf den ominösen Punkt und gab Kildentoft die Rote Karte. Thurk und Howard gerieten zudem noch aneinander, mit der Folge, dass der Bröndby-Akteur vom Platz gestellt wurde. Thurk dagegen trat zum Elfmeter an und behielt die Nerven.

In zweifacher Überzahl fand die Eintracht zunächst kein passendes Rezept, da sich Bröndby mit allen Akteuren um den eigenen Strafraum versammelte. Nach 66 Minuten versuchte es Köhler über Außen und hob den Ball gefühlvoll an das hintere Fünfmetereck. Ochs nahm das Leder mit vollem Risiko und drosch es an das Außennetz. Die Funkel-Elf agierte nun zielstrebiger. Allerdings blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm, als Takahara im Strafraum von Morten Rasmussen geschubst wurde. Auch bei einer Hereingabe von Thurk auf Weissenberger, der den Ball kurzt anlupfte und volley auf das Tor schoss, hatte Bröndby Glück.

In der 71. Minute war es dann aber soweit: Torwart Ankergren brachte Streit im Strafraum zu Fall und Thurk versenkte den fälligen Elfmeter wieder im linken Eck. Nachdem Takahara, von Köhler bedient, am reaktionsschnellen Ankergren noch scheiterte, machte Thurk in der 78. Minute mit seinem dritten Treffer alles klar. Eine Flanke von Streit köpfte der Ex-Mainzer unhaltbar zum 3:0 ein. Frankfurt ließ nicht locker und wurde in der Schlussminute noch mit einem weiteren Treffer belohnt. Spycher bediente Weissenberger, der im Strafraum querlegte auf Köhler. Der Eintracht-Akteur drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.
Die Eintracht geht so mit einem beruhigenden Polster in das Rückspiel in Kopenhagen in 14 Tagen.

kicker.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 23:01

Stotterstart in den Uefa-Cup

Gelsenkirchen - Ein Kopfballtor von Joker Sören Larsen vier Minuten vor Schluss lässt Schalke 04 noch auf das Weiterkommen im UEFA-Cup und schon fest eingeplante Millionen-Einnahmen hoffen.

Der erst 14 Minuten zuvor eingewechselte Däne erzielte in der 86. Minute den Treffer zum 1:0 (0:0)-Erfolg der Königsblauen gegen AS Nancy.
Damit fährt der Halbfinalist des Vorjahres mit einem kleinen Polster zum Rückspiel in 14 Tagen.
Vor 45.000 Zuschauern in der Veltins-Arena enttäuschten die Schalker in ihrem 92. Europapokalspiel lange Zeit.

Viele Fehler, wenig Ideen
Gegen den französischen Tabellenvierten und dessen gut organisierte Defensive tat sich die Elf von Trainer Mirko Slomka sehr schwer.
Zahlreiche Fehler im Aufbau, wenig Ideen im Mittelfeld und zu langsam vorgetragene Kombinationen machten es den Lothringern relativ leicht.
Gruppenphase als "Finanzspritze"
Aber durch Larsens Tor können die stark in die Bundesliga gestarteten Gastgeber im Rückspiel am 28. September ein böses Erwachen verhindern.
Dem mit 120 Millionen Euro verschuldeten Traditionsklub würden bei einem Erstrunden-Aus geschätzte 4 Millionen Euro zum geplanten Saisonetat von 105 Millionen fehlen.

"Wir brauchen viel Geduld"
Das von Slomka geforderte schnelle Direktspiel gelang nur ganz selten. Vor allem Spielmacher Lincoln konnte nicht an die zuletzt starken Leistungen anknüpfen, seine Ideen fehlten in der Offensive.
"Wir brauchen viel Geduld, denn die Franzosen sind defensiv sehr stark", meinte Manager Andreas Müller zur Pause und forderte: "In der Mitte ist wenig Platz, wir müssen mehr über die Außen spielen."

Glück für Schalke
Nach dem Seitenwechsel versuchte die Slomka-Elf zunächst dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen. So brachte eine Flanke von Lincoln auf Zlatan Bajramovic auch die Chance zum 1:0, doch der Bosnier konnte den Ball kurz vor dem Tor nicht unter Kontrolle bringen (50.).
Danach verfehlte Kapitän Marcelo Bordon mit einem Freistoß aus 25 Metern knapp das Gästegehäuse (61.). Doch mit zunehmender Spielzeit verflachten die Angriffsbemühungen der Schalker wieder.
Die Gäste hatten in der 81. Minute sogar die Chance, selbst in Führung zu gehen, doch Pascal Berenguer schoss knapp übers Tor.

Asamoah nutzt seine Chance nicht
Trainer Slomka hatte wie erwartet Nationalspieler Gerald Asamoah im Sturm den Vorzug vor dem Türken Halil Altintop gegeben.
Doch der WM-Teilnehmer nutzte seine Chance nicht und musste seinen Platz nach 63 Minuten wieder räumen. Gegen den französischen Pokalsieger von 1978 hatte der Schalke-Coach zudem die Abwehr umstellen müssen:
Für den verletzten Levan Kobiaschwili (Innenbanddehnung) rückte Gustavo Varela auf die linke Außenverteidigerposition.

Nur Rodriguez in Normalform
Bei den Gastgebern erreichte einzigst Innenverteidiger Dario Rodriguez Normalform, vor allem die Offensivabteilung enttäuschte jedoch.
Beim Ex-Klub von Frankreichs Fußball-Idol Michel Platini verdienten sich die Abwehrspieler Sebastien Puygrenier und Pape Diakhate die Bestnoten.

sport1.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 23:05

1:0 gegen Nancy eröffnet Knappen viele Möglichkeiten

Ein sehr ernst wirkender Mirko Slomka analysierte den 1:0 (0:0)-Sieg gegen AS Nancy. "Die standen extrem gut und haben uns vor Probleme gestellt", erkannte Schalkes Chef-Trainer nach dem späten Siegtor durch Joker Søren Larsen unumwunden an. "Im Rückspiel müssen wir uns etwas einfallen lassen."

Gegen den französischen Ligapokalsieger hatten die Knappen kurzfristig auf Levan Kobiashvili verzichten müssen. Der Georgier zog sich im Abschlusstraining eine Innenbanddehnung im Knie zu. Seine Aufgabe als linker Verteidiger übernahm Gustavo Varela. Im Angriff begann Gerald Asamoah für Halil Altintop, der zunächst auf der Bank saß.
Dem Schalker Spiel fehlte in der ersten Halbzeit der Schwung, der es noch im Heimspiel gegen Werder Bremen ausgezeichnet hatte. Nancy störte lauffreudig den Aufbau der Hausherren schon in der eigenen Hälfte ohne die massierte Abwehr zu entblößen. Echte Torchancen blieben daher Mangelware. Die beste Möglichkeit besaß noch Kevin Kuranyi, der seinen Kopfball nach einer guten Flanke von Zlatan Bajramovic nicht mehr ganz Richtung Tor lenken konnte (45.).
"Wir waren in der ersten Halbzeit insgesamt nicht schnell genug im Passspiel. Das hat dann die jeweiligen Mitspieler vor Probleme gestellt", sagte Slomka. "In der zweiten Halbzeit wurde es etwas besser. Da hat es sich auch ausgezahlt, dass wir viele gute Stürmer im Kader haben. Zudem hat auch Hamit Altintop nach seiner Einwechslung wieder eine ansprechende Leistung gezeigt."

Abgesehen von einem fulminanten Freistoß von Marcelo Bordon gab es richtig gute Torchancen - mit Übergewicht für die Blau-Weißen - erst in der Schlussphase. In der bewies Søren Larsen seine Qualitäten als Joker und Kuranyi als Vorbereiter. Der deutsche Nationalspieler flankte, der dänische Angreifer stand goldrichtig und köpfte ein. "Ich bin froh, dass wir das Tor noch gemacht haben", war Slomka erleichtert. "Das eröffnet uns viele Möglichkeiten für das Rückspiel."

schalke04.de

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Donnerstag, 14. September 2006, 23:10

Schalke siegt - Hertha bangt - Thurk trifft

Hamburg (dpa) - Dank eines Hattricks von Neuzugang Michael Thurk hat Eintracht Frankfurt ein gelungenes Comeback auf Europas Fußball-Bühne gefeiert. Im ersten UEFA-Pokal-Spiel nach mehr als elf Jahren gelang dem DFB-Pokal-Finalisten ein 4:0 (0:0) gegen Bröndby Kopenhagen.

Thurk erzielte per Handelfmeter in der 51. Minute die Führung. 20 Minuten später war er per Foulelfmeter noch einmal erfolgreich. Mit dem 3:0 in der 78. Minute setzte er den Schlusspunkt seiner Show. Für den Endstand sorgte Benjamin Köhler (90.). Beim 1:0 (0:0) des FC Schalke 04 gegen AS Nancy war »Joker« Sören Larsen der umjubelte Torschütze (86.).

Frankfurt und Schalke schafften die einzigen Siege der vier im UEFA-Pokal beschäftigten Fußball-Bundesligisten. Hertha BSC muss nach dem dürftigen 2:2 (1:1) gegen den dänischen Vertreter Odense BK im Hinspiel um den Einzug in die Gruppenphase bangen. Das 0:0 beim Schweizer Erstliga-Tabellenführer FC Sion eröffnet Bayer Leverkusen alle Chancen auf das Weiterkommen im Rückspiel in zwei Wochen.

Die 35 000 Zuschauer in der Frankfurter Commerzbank-Arena sahen eine phasenweise hektische Partie, in der der britische Schiedsrichter Robert Styles auf das oft überharte Einsteigen der Dänen nicht reagierte. Erst in der 49. Minute griff er durch: Wegen Handspiels sah Henrik Kildentoft die Rote Karte, Mark Howard folgte ihm nach einer Tätlichkeit gegen Thurk ebenfalls vorzeitig in die Kabine. Mit seinen beiden ersten Pflichtspiel-Toren für die Frankfurter wurde der frühere Mainzer Thurk zum Matchwinner.

13 Minuten nach seiner Einwechselung erlöste der Däne Larsen die rund 46 000 Zuschauer in der Schalker Veltins-Arena. Nach Flanke von Kevin Kuranyi erzielte er in der 86. Minute den Treffer des Abends. 140 Tage nach dem bitteren Halbfinal-Aus gegen den FC Sevilla hatte es bis dahin nach einer verpatzten Rückkehr der Schalker auf die internationale Bühne ausgesehen. Gegen den französischen Ligapokal- Sieger AS Nancy gelang den Gelsenkirchenern wenig. Nur von Kuranyi ging Gefahr aus. Der Stürmer verpasste in der 16. und 43. Minute jeweils nur knapp das Tor. »Das war ein sehr zähes Spiel, aber wir haben die Geduld nicht verloren«, sagte Trainer Mirko Slomka.

Nach den Qualen der Qualifikation droht Hertha nach dem Remis gegen Odense BK nun der K.o.. Zwar mühten sich die Berliner vor der Mini-Kulisse von 12 814 Zuschauern im riesigen Olympiastadion um ihren 38. Europacup-Sieg, doch mehr als die Treffer von Christian Giménez (38.) und Kevin Boateng (50.) sprang nicht heraus. Grobe Schnitzer in der Abwehr führten nicht nur zum Eigentor von Josip Simunic (7.), sondern ermöglichten den Gästen sogar noch einen zweiten Treffer durch Bechara Oliveira (53.). »Wir waren in der Abwehr sehr sorglos. Uns fehlt da noch etwas die Cleverness und die internationale Erfahrung«, sagte Hertha-Trainer Falko Götz.

Die Leverkusener taten sich beim FC Sion in Genf ebenfalls schwer. Erst in der letzten Viertelstunde erspielten sie sich ein Übergewicht. Die beste Chance hatte noch der Bosnier Sergej Barbarez, dessen Schuss aus 14 Metern nur den Pfosten traf.

Auch andere Favoriten taten sich sich beim UEFA-Pokal-Auftakt sehr schwer. Nur dank eines späten Tores des 19-jährigen Daniele Dessena gelang dem AC Parma bei Rubin Kasana in Russland ein 1:0. Newcastle United gewann mit dem selben Ergebnis bei Levadia Tallinn.

Österreichs Meister Austria Wien schaffte immerhin ein 1:1 bei Legia Warschau und konnte sich ein wenig über den Saisonfehlstart in der heimischen Liga hinwegtrösten. Der RC Lens erreichte lediglich ein 0:0 bei Ethnikos Achnas auf Zypern. Ajax Amsterdam hatte hingegen keine Mühe beim 5:2 bei Start Kristiansand in Norwegen.

14.09.2006 dpa

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10

Freitag, 15. September 2006, 11:08

Also das Einsteigen der Bröndby Spieler war teilweise unter aller Sau. Wie man in harmlose, normale Zweikämpfe auf Höhe der Mittellinie so einsteigen kann, ist mir unbegreiflich. Die Verletzung von Amanatidis ist nur ein Beispiel. Die gerechte Strafe haben sie dann in der 2.Halbzeit bekommen. Mich würde nur mal interessieren, wie die Bröndby Fans bei einem Heimspiel auf ein solches Einsteigen der Gästemannschaft reagieren würde...
:dhalter:Grüße aus Südhessen :dhalter:

11

Freitag, 15. September 2006, 16:24

Sevilla ohne Probleme

Titelverteidiger FC Sevilla hat mit einem 2:1-Sieg bei Atromitos Halkidona den ersten Schritt Richtung Gruppenphase vollzogen. Der FC Basel und auch Ajax Amsterdam warteten mit Kantersiegen auf und können schon für die nächste Runde planen. Dagegen steht RB Salzburg nach einem 2:2 gegen die Blackburn Rovers vor dem Aus.

Dabei sah es zunächst für die von Giovanni Trapattoni und Lothar Mattäus betreuten Österreicher gut aus, als Ex-Bayern-Stürmer Zickler nach einer halben Stunde seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellte. Doch der englische Erstligist antwortete prompt und glich durch Savage (32.) aus. Noch vor der Pause brachte McCarthy (39.) die Rovers erstmals in Führung. In der Schlussminute konnte Janko lediglich noch den Ausgleichstreffer erzielen.

Der FC Sevilla scheint auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung die erste Hürde mühelos zu überspringen. Kepa (15.) und Duda (42.) sorgten für einen Sieg bei Atromitos Halkidona, die Griechen konnten lediglich durch Merinho nach einer guten Stunde verkürzen.

Das Rückspiel scheint für Sevilla ebenso nur noch eine Pflichtaufgabe wie für Ajax Amsterdam und den FC Basel. Basel fertigte zuhause FK Rabotnicki 6:2 (4:0) ab, Ajax schoss sich nach seinem überraschenden Aus in der Champions-League-Qualifikation bei Start Kristiansand (mit dem Ex-Kölner Schindzielorz in der Startelf) durch ein 5:2 (2:1) den Frust von der Seele.

Ein Ergebnis, das Osasuna - in der Königsklassen-Qualifikation am Hamburger SV gescheitert - durchaus gepasst hätte. Die Spanier verspielten aber bei Trabzonspor in Unterzahl einen 2:0-Vorsprung, mussten sich nach Gegentreffern von Karadeniz und Bulut mit einem 2:2 zufrieden geben.

Eine schlechte Ausgangslage haben Roter Stern Belgrad mit Ex-Bundesliga-Torschützenkönig Ailton sowie der italienische Erstligist Chievo Verona. Belgrad musste sich bei Slovan Liberec ebenso 0:2 (0:1) geschlagen geben wie Chievo beim portugiesischen Vertreter Sporting Braga.

Der letztjährige Viertelfinalist Rapid Bukarest startete dank eines Moldovan-Treffers mit einem 1:0 in das Duell gegen CD Nacional aus Funchal. US Palermo hat sich durch ein 1:0 durch Caracciolo (45.) bei West Ham United eine gute Ausgangsposition verschafft. Die Londoner kamen auch im zweiten Spiel nach ihrer spektakulären Doppelverpflichtung der argentinischen Nationalspieler Tevez und Mascherano nicht zu einem Sieg.

kicker.de

12

Freitag, 15. September 2006, 16:25

UEFA erlaubt Heimspiele in Israel

Auf israelischem Boden dürfen wieder Europapokalspiele ausgetragen werden. Dies teilte die Europäische-Fußball-Union (UEFA) am Freitag mit. Wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten hatte die UEFA eine Verlegung der Europapokalspiele der israelischen Teilnehmer auf neutralen Boden verhängt.

"Nach dem aktuellen Stand können in Israel wieder Spiele stattfinden, aber nur nach den Bedingungen, welche das UEFA-Exekutivkomitee am 21./22. April festgelegt und am 22. Mai 2006 bestätigt hat", hieß es in einer Mitteilung der UEFA.

Nach diesen Bedingungen dürfen Spiele nur im Großraum Tel-Aviv stattfinden. Außerdem müssen bei jedem Spiel besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Die UEFA behält sich vor, jederzeit eine neue Sperre zu verhängen, falls die Sicherheit nicht gewährleistet sein sollte.

"Im Hinblick auf die kommenden Spiele hat der israelische Verband für die UEFA Sicherheitsgarantien zu erstellen, die von kompetenten öffentlichen Behörden und dem Verband oder dem Club ausgegeben werden müssen. Zudem muss das Stadion rechtzeitig bekannt gegeben werden", hieß es weiter. Die im internationalen Geschäft vertretenen und damit betroffenen Clubs sind: Hapoel Tel Aviv, Bnei Yehuda Tel Aviv, Beitar Jerusalem und Maccabi Haifa.

kicker.de

13

Freitag, 15. September 2006, 16:26

Saloniki doch nicht im UEFA-Cup dabei

Der griechische Spitzenklub PAOK Saloniki darf nun doch nicht am UEFA-Cup teilnehmen. Der Klub wurde von der UEFA vom Wettbewerb ausgeschlossen. Zuvor war der Verein vom griechischen Verband für die Teilnahme am UEFA-Pokal auf Grund von hohen Schulden gesperrt worden. Nach der Vorlegung eines mit 1,8 Millionen Euro dotierten Scheck präsentierte der Verein die Begleichung seiner Schulden. Der Verband revidierte die Sperre daraufhin.

Laut dem Zeitungsbericht sei die UEFA jedoch nicht von der Deckung der Schulden überzeugt und schließt demzufolge PAOK aus den europäischen Wettbewerben aus.Die Gesamtschulden des Vereins werden auf rund sechs Millionen Euro geschätzt.

kicker.de

14

Freitag, 15. September 2006, 16:31

Joker Larsen als Schalker Trumpf

Knapper 1:0-Sieg gegen AS Nancy nach schwachen 90 Minuten zum Auftakt im Uefa-Pokal. Pfiffe zur Halbzeit.
Trainer Mirko Slomka ist vom Einzug in die nächste Runde überzeugt. "Wir können auch auswärts Tore schießen"

"Es war ein sehr zähes Spiel", gestand Schalkes Trainer Mirko Slomka gestern nach dem Erstrundenspiel im Uefa-Pokal, das die Königsblauen vor 45 887 Zuschauern in der nicht ausverkauften Veltins-Arena knapp mit 1:0 gegen den französischen Vertreter AS Nancy gewinnen konnten. "Letztlich", so der Cheftrainer, "ist unsere Geduld belohnt worden. Auch wenn es sicherlich glücklich ist, dass Sören Larsen erst vier Minuten vor Schluss noch das Tor gemacht hat. Man kann halt nicht jedes Spiel drei Tore schießen."

Am Ende hatte es also vom Ergebnis her knapp gereicht. Aber dem Spiel war von Beginn an anzusehen, dass es nicht einer jener prickelnden Uefa-Pokal-Abende werden würde, die Schalke seinen Fans in der Vergangenheit schon häufiger zelebrieren konnte. Vielleicht lag es an drückend, schwülen Sommertemperaturen, dass die Gastgeber im Grunde überhaupt nicht ins Spiel kamen.

Von zügigen Offensivattacken, die das Schalker Spiel noch in der Bundesliga ausgezeichnet hatten, war jedenfalls nichts zu sehen. Allerdings spielten die Franzosen auch nicht mit, beschränkten sich darauf, die Räume eng zu machen und sonst nichts anbrennen zu lassen. Und damit kam die Mirko Slomkas Mannschaft nicht klar. Eine kleine Kopfballchance von Kevin Kuranyi eine Minute vor der Pause war einziger Höhepunkt einer quälend langweiligen ersten Halbzeit.

Das Bild änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff nicht. Vielleicht hätte ein Tor dem Spiel gut getan, aber so richtig in Tornähe kam eigentlich keine der beiden Mannschaften - Nancy wollte und Schalke konnte nicht. Auf den Rängen, wo die treue Nordkurve aufkeimende Pfiffe mit Anfeuerungsrufen konterte, war fast mehr los als auf dem Spielfeld. Aber das böse Spiel nahm für die Königsblauen letztlich dann doch noch ein gutes Ende, als Joker Sören Larsen den Ball nach einer Flanke des ansonsten enttäuschenden Kevin Kuranyi vier Minuten vor dem Abpfiff zum knappen Sieg der Schalker über die Linie drückte.

Am Ende war der Sieg verdient - allein deshalb, weil die Gäste in Gelsenkirchen nicht gewinnen wollten. "Im Rückspiel können die nicht so spielen", meinte Schalkes Stürmer Gerald Asamoah nach dem Schlusspfiff. "Da muss Nancy aufmachen, wenn es im Uefa-Pokal die Gruppenphase erreichen will."

Die Schalker rechnen sich gute Chancen aufs Weiterkommen aus. "Wir führen 1:0 und haben in den internationalen Spielen der vergangenen Saison gezeigt, dass wir auch auswärts ein Tor schießen können", sagte Slomka. Aber auch Kollege Pablo Correa gibt den Kampf noch nicht verloren. "Wir wollten vermeiden, dass die erste Runde schon im ersten Spiel entschieden wird. Dieses Ziel haben wir erreicht. Ich sehe für uns durchaus Chancen, die nächste Runde zu erreichen."


14.09.2006 dpa/waz.de

15

Donnerstag, 28. September 2006, 20:42

Schalke-Aus in Nancy - Asamoah mit Beinbruch
Auch der FC Schalke 04 musste schon in der ersten Runde des UEFA-Pokals die Segel streichen. Nach einem knappen 1:0-Erfolg im Hinspiel setzte es beim AS Nancy eine bittere 1:3-Niederlage. Nach einem Eckball in der 18. Minute stimmte die Zuordnung in der Schalker Abwehr nicht und Andre Luiz nutzte die Situation gnadenlos zum 1:0 aus. Nur sieben Minuten später erhöhte Curbelo frei vor Rost aus 2:0. Nach Dias Treffer zum 3:0 in der 70. Minute schien bereits alles gegen die Schalker gelaufen zu sein, aber Kapitän Bordon nutzte eine Verwirrung im Strafraum der Franzosen und konnte auf 1:3 aus Sicht der Slomka-Elf verkürzen. Doch die Schlussoffensive der Gelsenkirchener blieb ohne Erfolg, das eine noch fehlende Tor zur Gruppenphase blieb ihnen verwehrt.



Muuuaahaaahaaahaaaha....Ist das geil :) :) ;-)!- :) :)

-ps.Nicht der Beinbruch-


DIE SIND ABER AUCH SCHLECHT.....

Hoffentlich geht`s da jetzt mal langsam bergab und die gerechte Strafe für die sauberen wirtschaftlichen Verhältnisse folgt!
Ich bin Bochumer durch und durch,dass das klar ist! Das ist überhaupt keine Frage und das weiß auch jeder(Hermann Gerland)

Celebrater

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16

Donnerstag, 28. September 2006, 20:47

Es wird von Jahr zu Jahr erbärmlicher mit dem deutschen Fussball.....! Naja vllt reißen die Bayern uns dieses Jahr da raus....

Rot-Weiß90

Malocher

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17

Donnerstag, 28. September 2006, 21:07

OhOhOh, das sieht ja immer schlimmer aus für die 5Jahreswertung. Schalke ;-)!- ;-)!- ;-)!- und Hertha raus, Bremen und Hamburg in der CL mit schlechten Chancen und Leverkusen ist auch noch nicht durch.
Dann müssen wir glatt mal hoffen, dass die ganzen Portugiesen und Käsköppe schnell rausfliegen oder Bayern Champions-League-Sieger wird! ;-)!- ;-)!- ;-)!-

18

Donnerstag, 28. September 2006, 22:28

Na ja,die Pillendreher sind weiter...

Higbert

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19

Donnerstag, 28. September 2006, 23:26

Zitat

Original von Celebrater
Es wird von Jahr zu Jahr erbärmlicher mit dem deutschen Fussball.....! Naja vllt reißen die Bayern uns dieses Jahr da raus....


Was sollen die Bayern rausreißen..??? Selbst wenn sie den Titel dreimal in Folge gewinnen ist nicht gekittet. Weil der Deutsche Fußball in der breite nichts holt..!!! Aber bald, in nicht mehr langer Zeit wird es eh nur noch Bayern International und national geben... z-)

Zu Schalke:
Es gibt wohl Weltweit keinen Club der seine Ansprüche so fern der Realität hält. Schalke will ewig etwas erreichen, sprechen von Titel und der Champions League und sind zu allem unfähig..!!!
Alleine schon eine moderne Plastik Arena für einen Proll Club spricht Bände..!!!
****Es ist nicht immer leicht RWO Fan zu sein aber es ist eine Sache vom Herzen..!!!****



***OLD FAMILY OBERHAUSEN***

20

Freitag, 29. September 2006, 01:33

Da haben wir wieder das alljährliche deutsche Debakel im Europapokal und wieder einmal den Beweis das die Bundesliga von unseren Medien völlig überschätzt und hochgejubelt wird.

Schön das es mit Schalke und Hertha genau die beiden Clubs erwischt hat bei denen Anspruch und Wirklichkeit in den letzten Jahren am meisten auseinanderklaffen. Sowohl in der Hauptstadt wie auch in Gelsenkirchen versucht man eine Scheinwelt aufzubauen, sich in die elitären Kreise geradezu hineinzuquatschen...und immer wieder gibts böse auf die Fresse.

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